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Grevenbroich
"Mein Grevenbroich" fordert Streetworker

Grevenbroich. Neuer Ansprechpartner müsse Suchtszene kennen und Erfahrungen mit Thema Integration haben.

Die Stadt will in den Quartieren am Bahnhof einen Quartiersmanager einsetzen, ein Streetworker soll es aber laut Stadtverwaltung ausdrücklich nicht sein. Das stößt auf Widerspruch bei "Mein Grevenbroich". Die Fraktion ist in Sorge, weil "ein Quartiersmanager für die Innenstadt, das Montzviertel und das Bahnhofsviertel eingesetzt werden solle - also für einen recht großen Bereich". Und sie kritisiert, dass es sich nicht um einen Streetworker handeln soll. "Wer glaubt, Netzwerker und Nachbarschaften aufbauen und Bewohner aktivieren zu können, ohne zuvor die sozialen Probleme im Griff zu haben, der ist auf dem falschen Weg", erklärt Fraktionsvorsitzende Martina Suermann. "Die direkte Ansprache der Zielgruppen kann nur durch einen versierten Streetworker erfolgen, der klare Regeln des gesellschaftlichen Zusammenlebens und deren Einhaltung in Zusammenarbeit mit Polizei und Ordnungsbehörde formulieren kann", fordert die Fraktionschefin. "Er muss die Suchtszene kennen", und er müsse Erfahrungen im Bereich Integration mitbringen. Alles andere gehe "am eigentlichen Thema vorbei", sagt sie. Die Verwaltung verkenne die Problemlage.

In einer Bürgerversammlung, zu der "Mein Grevenbroich" eingeladen hatte, beschwerten sich Teilnehmer über Streitigkeiten zu später Stunde, über Autorennen, Drogenkonsum- und -handel sowie Belästigungen. Wann der mit Zuschüssen aus dem Innenstadtentwicklungskonzept (ISEK) geförderte Quartiersmanager seine Arbeit aufnimmt, steht bislang nicht fest. Bei einer Ausschreibung hatte sich laut Stadt lediglich ein Unternehmen als Bewerber gemeldet, aber dabei seien nicht alle Anforderungen erfüllt gewesen. Nun sucht die Stadt auf anderen Wegen eine Lösung.

(cso-)
 
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