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Grevenbroich
Mit Grevenbroichern zu den Eisbären

Grevenbroich: Mit Grevenbroichern zu den Eisbären
Heinz Strathmann hat keine Angst vor Wölfen, Eisbären fotografiert er lieber von weitem. Schlitten und Ski gehören zur Expedition (unten). FOTO: Strathmann
Grevenbroich. Auf den Spuren der Polarforscher Nansen und Amundsen möchte der gebürtige Grevenbroicher und Wahl-Norweger Heinz Strathmann eine Expedition mit ausschließlich Grevenbroichern nach Spitzbergen führen. Von Gundhild Tillmanns

Mit Wölfen lebt der gebürtige Grevenbroicher Heinz Strathmann in den kühlen Weiten seiner Wahlheimat Norwegen. Eisbären begegnen ihm auf seinen Expeditionen bis zum Nodpol. Die Faszination, die Strathmann immer wieder empfindet, wenn er sich auf die Spuren der großen Polarforscher Nansen und Amundsen begibt, möchte er jetzt teilen mit abenteuerlustigen Männern und Frauen aus seiner alten Heimat Grevenbroich.

"Mein Sohn und ich hatten die Idee, mal eine Expedition für Jedermann anzubieten, also für Menschen, die zwar vielleicht von den Abenteuern der Polarforscher gelesen, aber noch nie selbst eine Expedition unternommen haben. Und dafür wollen wir jetzt ausschließlich Teilnehmer aus Grevenbroich ansprechen", sagt Strathmann, der bis zu seiner Norwegen-Auswanderung im Jahr 1974 in Elsen gelebt hatte. Natürlich werde es auch ein Vortreffen der Expeditionsteilnehmer in Grevenbroich geben: "Ich komme im Spätsommer in meine alte Heimat", kündigt Strathmann an, der dann für März 2018 zwei Expeditionstermine nach Spitzbergen mit Gruppen von jeweils mindestens zehn Teilnehmern plant. Angst vor der Kälte müsse übrigens niemand haben: "15 Grad minus in Spitzbergen sind besser auszuhalten als zehn Grad plus in Grevenbroich. Bei uns haben wir eine trockene Kälte", sagt Strathmann. Und die Eisbären? Manche seien neugierig, in der Regel hielten die sich aber lieber weiter von Menschen entfernt: "Wir haben Waffen dabei, und nachts halten wir Bärenwache", sagt der erfahrene Polarkenner und Skilehrer, der die Expeditionen auch von einem einheimischen Experten mit begleiten lässt.

Geschlafen wird in sechs-Personen-Zelten, die wettertaugliche Ausrüstung und die Verpflegung werden auf Schlitten hinterhergezogen, wenn es dann auf Skiern in Tagesetappen von zehn bis 15 Kilometern durch die weiße Pracht geht: "Wir stellen uns aber auf die langsamsten Teilnehmer ein", sichert Strathmann zu. Die Teilnehmer sollten etwa zwischen 18 und 70 Jahren "jung" und normal belastbar sein. Einen Besuch beim Allgemeinarzt und beim Zahnart empfiehlt der Expeditionsleiter zur Sicherheit vor Beginn des Abenteuers. Anzuraten sei auch ein gewisses Training, es reiche aber eine normale Fitness aus.

Strathmann berät die Expeditionsteilnehmer auf Wunsch auch über die geeignete, warme Kleidung, die nicht unbedingt in Deutschland angeschafft werden müsse. Die Komplettausrüstung könne auch vor Expeditionsbeginn in Norwegen erworben und teilweise, so wie die Skier, gemietet werden. Auf dem Marsch durch Eis und Schnee verpflege sich die Gruppe selbst mit einer tiefgefrorenen, sehr nahrhaften Spezialkost, die an den Rastplätzen dann über Benzinkochern aufgetaut werde. Strathmann hofft auf ein ganz besonderes Gemeinschaftserlebnis mit gleichgesinnten Menschen aus seiner alten Heimat Grevenbroich, denen er die Faszination der unvergleichlichen Polarlandschaft nahe bringen möchte.

Es gibt auch laut Strathmann auch eine Möglichkeit, bei Unfall oder Krankheit einen Rücktransport aus der "weißen Welt" per Notruf in eine nächst gelegene Stadt mit medizinischer Versorgung zu organisieren. Bei selbst verschuldeten Unfällen muss die Bergung aber selbst gezahlt werden, informiert er.

Info Termine der Spitzbergen-Expeditionen sind vom 22. bis 27. März und 30. März bis 3. April 2018;. Kontakt: Heinz Strathmann, Telefon 004795445566 oder E-Mail: heinz@pannorway.com

Quelle: NGZ
 
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