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Grevenbroich
Mit Krippe Nummer 27 endet Jubiläum der "Flotte Boschte"

Grevenbroich: Mit Krippe Nummer 27 endet Jubiläum der "Flotte Boschte"
Günter Pesch von den "Flotte Boschte", Gilveraths älteste Einwohnerin Else Roppmann (r.) und Maria Becker vor der Krippe in der Friedenskapelle. FOTO: Salz
Grevenbroich. Am Mittag des ersten Weihnachtstages hatten die Veranstalter noch überlegt, ob sie das traditionelle Treffen rund um die Gilverather Friedenskapelle absagen sollten. Das wäre das allererste Mal gewesen.

Aber zum Glück taten sie es nicht - es hörte nämlich irgendwann auf zu regnen. Auch wenn kein neuer Besucherrekord verbucht werden konnte, so wurde doch im Laufe des Nachmittags und Abends so mancher Liter Glühwein ausgeschenkt. Im Mittelpunkt des Interesses stand die 27. Großkrippe.

Das Jubiläumsjahr des Jägerzuges "Flotte Boschte" ging mit dieser Veranstaltung zu Ende, Günter Pesch war wie immer maßgeblich am Bau der Krippe beteiligt gewesen. Die zieren unter anderem 16 Engel - jeder Zugkamerad war aufgefordert worden, jeweils einen Engel zur Verfügung zu stellen. Das hatte geklappt, aber nicht alle "Flotte Boschte" waren vor Ort. Günter Pesch hatte dafür Verständnis: "Der eine hat Herzprobleme, der andere kann nicht mehr lange stehen - die Zugkameraden sind nicht mehr die Jüngsten."

Der umtriebige Bäckermeister kann damit leben, dass seine Krippen mitunter als nicht authentisch kritisiert werden: "Ich weiß, dass es in dem Geburtsstall in Bethlehem nicht so viele Lichter gegeben hat. Aber mir ist es wichtig, die Krippe für Kinder interessant zu machen." Über der Krippe hängt ein riesiges, ebenfalls illuminiertes Kreuz. Eingearbeitet hat Pesch auch eine Friedenstaube in Tiffany-Technik, die von hinten beleuchtet ist. Zu den Überraschungsgästen gehörte Gisela Kaster. Sie ist Ehrenbürgerin von Weckhoven und den Gilverathern eng verbunden. Sie hatte ihren achtjährigen Enkel Klaus-Wilhelm Kaster dabei, der seine Geige auspackte und Weihnachtslieder spielte. Dafür heimste er reichlich Applaus ein. Der Punsch wurde ebenso wie der Christstollen gegen eine Spende abgegeben. Die "Flotte Boschte" trafen sich anschließend noch zum Spätschoppen in der Gartenlaube von Ludwig Pesch. Übrigens: Die Krippe in der Gilverather Kapelle ist noch bis zum 2. Februar von 10 bis 18 Uhr zugänglich.

(barni)
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