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Grevenbroich
Moderne Gladiatoren kämpfen in Gustorf

Grevenbroich: Moderne Gladiatoren kämpfen in Gustorf
Mit Waschbrettbauch und stahlharten Fäusten: Muay Thai-Kämpfer Chris Neffgen aus Grevenbroich tritt beim "Clash of Gladiators" an. FOTO: G. Schumacher
Grevenbroich. Am 1. Juli 2017 fliegen im Grevenbroicher "Elephants Dome", der Sporthalle am Torfstecher Weg, Füße und Fäuste. Denn an diesem Abend veranstaltet das Kampfsportcenter Grevenbroich (KSC) mit nationalen und internationalen Größen der Muay Thai-Szene einen Wettkampf. Von Markus Plüm

Dabei handelt es sich um einen Kampfsport, bei dem Tritte, Schläge, Knie und Ellbogen erlaubt sind. Zudem gehören auch K1-Kämpfe (ohne Ellbogen) zum Programm.

Guido Schumacher, Leiter des Kampfsportcenters Grevenbroich, ist gemeinsam mit seinem Team bereits ein halbes Jahr mit den Vorbereitungen beschäftigt. "Wir freuen uns riesig, eine solche Veranstaltung auf die Beine stellen und sowohl den Profis als auch dem Nachwuchs eine so tolle Bühne bieten zu können", sagt er. Die Schirmherrschaft übernimmt Bürgermeister Klaus Krützen.

Eigentlich wäre auch der Rommerskirchener Jakob Styben an diesem Abend gerne in den Ring gestiegen. Nahezu jeden Vormittag hat der aktuelle Deutsche Meister des Deutschen Muay Thai-Bundes, der im Mai auch Dritter bei der Weltmeisterschaft wurde, Trainingseinheiten in Grevenbroich absolviert. Doch jüngst wurde er als erster deutscher Thaiboxer für die Worldgames 2017 in Breslau nominiert - und vom Weltverband mit einer Schutzsperre belegt. "Der Weltverband hat natürlich ein Interesse daran, dass die Kämpfer auch in Breslau antreten können. Um Verletzungen zu vermeiden, hat er daher die Schutzsperre ausgesprochen", erklärt Schumacher.

Daher wird Styben jetzt die Kämpfe nur als Zuschauer verfolgen können. Doch Schumacher hat adäquaten Ersatz besorgt. Der amtierende Weltmeister Frederic Fraikin wird den Hauptkampf beim "Clash of Gladiators" bestreiten und um den deutschen Profititel bis 86 Kilogramm kämpfen. Sein Gegner ist der mehrfache deutsche Meister aus Köln, Patrick Kolbe. Für Frauenpower sorgt an diesem Abend Katrin Dirheimer von den Rheinfighters Cologne. Die Kölnerin ist 18-fache Weltmeisterin im K-1. "Katrin gibt bei jedem ihrer Kämpfe alles und scheut keine Herausforderung - ein spannender Kampf ist garantiert", sagt Schumacher. Sie wird in Gustorf auf die K-1 Weltmeisterin Deniz Batinli treffen.

Insgesamt 56 Akteure gehen an den Start. Die Lokalmatadoren werden dabei auf starke Gegner aus ganz Deutschland und den Niederlanden treffen. Chris Neffgen, Sascha Plass, Ferhat Selvi werden bei den Senioren mitmischen - wobei auch die Jugend ihr Können unter Beweis stellen will. Der jüngste Kämpfer, Kaan Piechachzek, ist acht Jahre alt und freut sich auf sein Ring-Debüt. Die einzige weibliche KSC-Athletin ist an diesem Abend Tatjana de Lange. Die Elfjährige hat bereits einen Wettkampf erfolgreich bestritten. Mit den Nachwuchs-Kämpfen startet um 14 Uhr das Programm des "Clash of Gladiators", ehe ab 19 Uhr die Profis und Semi-Profis auf der Abend-Gala aktiv werden.

Eintrittskarten zum Preis von 25 Euro gibt es im Vorverkauf in Grevenbroich im Kampfsportcenter an der Ringstraße 9 sowie in der Pizzeria da Carlo an der Bergheimer Straße 74. Tickets für den Kinder- und Anfängernachmittag, die fünf Euro kosten, sind vor Ort erhältlich.

Quelle: NGZ
 
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