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Grevenbroich
"MoKKa" bietet Kultur für Senioren

Grevenbroich. Beim Mitsing-Nachmittag in der Villa Erckens wurden Volkslieder angestimmt.

Unter dem Titel "Kein schöner Land - Wir singen Volkslieder" lud der Caritasverband jetzt zu einem Liedernachmittag für Senioren ins Museum der niederrheinischen Seele ein. Kulturamtsleiter Stefan Pelzer-Florack begleitete mit Gitarre und Klavier die rund 30 Teilnehmer und stimmte bekannte Lieder an. Der jahreszeitliche Bezug zum "Wonnemonat" durfte dabei nicht fehlen. "Komm lieber Mai" und "Der Mai ist gekommen" hatte Pelzer-Florack zur Einstimmung ausgewählt.

Großen Anklang fand der Überraschungsbesuch von Bürgermeister Klaus Krützen, der selbst zur Gitarre griff und zusammen mit dem Kulturamtsleiter einige Lieder begleitete, darunter "Die Gedanken sind frei" und "Das Wandern ist des Müllers Lust". Krützen, der sich als begeisterter Sänger outete, freute sich über das neue Angebot des Caritasverbandes, das kulturinteressierte Senioren aus dem Stadtgebiet in der Villa Erckens zusammenbringt.

Der Liedernachmittag im Museum ist Bestandteil des Caritas-Projekts "MoKKa", das zum Ziel hat, Angebote für dementiell erkrankte Menschen in Grevenbroich zu schaffen. Der Name "MoKKa" steht dabei für "Mosaik aus Kunst und Kulturangeboten".

"Wir legen Wert darauf, dass die Angebote so zugeschnitten sind, dass Menschen sowohl mit als auch ohne Einschränkung der kognitiven Fähigkeiten teilnehmen", sagt Martin Braun vom Caritasverband. Gerade musikalische Veranstaltungen würden diesem Gedanken Rechnung tragen, "da Menschen mit Demenz insbesondere im musischen Bereich kommunikative Stärken besitzen". Eine Wiederholung des erfolgreichen Liedernachmittags ist schon jetzt geplant.

Zum Projekt "MoKKa" gehört auch ein Kultur-Café im "Centro" gegenüber der Südstadt-Pfarrkirche St. Joseph. Dieses Café soll eine Anlaufstelle und Info-Börse für Betroffene, Angehörige und andere Interessierte sein. Für die Zukunft sind dort auch literarische oder musikalische Vorträge geplant, ebenso eine Fachberatung zum Thema Demenz.

Informationen zum Projekt gibt es bei Claudia Bohle unter der Rufnummer 02181 8199370.

Quelle: NGZ
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