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Grevenbroich
"Monte Mare" eröffnet im Mai

Grevenbroich: "Monte Mare" eröffnet im Mai
Konkurrenz fürs Schlossbad: Noch fehlt das Wasser im Becken, laut Sven Drewlo ( FOTO: M. Reuter
Grevenbroich. Bei einem Baustellenfest konnten die Bürger einen Blick in das neue Erlebnisbad in Bedburg werfen. Mit der Eröffnung im Mai wird das nahe gelegene Schwimmparadies auch viele Grevenbroicher locken. Von Andreas Buchbauer und Wiljo Piel

Grevenbroich/Bedburg Man würde am liebsten sofort loslegen, in die Badehose schlüpfen und ins Becken hüpfen. Aber noch fehlt das Wasser im neuen "Monte Mare"-Erlebnisbad in Bedburg, und auch von der balinesischen Kulisse, die dort für Urlaubsgefühle sorgen soll, ist bislang nicht viel zu sehen. Stattdessen ist es staubig, man riecht die Farbeimer der Maler und hört das Hämmern der Bauarbeiter. Betriebsleiter Sven Drewlo ist dennoch zuversichtlich, dass das Wohlfühlbad mit großem Wellness-, Sauna- und Massagebereich wie geplant am 1. Mai eröffnet. "Wir sind voll im Zeitplan", sagt Drewlo.

In Grevenbroich wird das mit gemischten Gefühlen betrachtet: "Das ist schon eine Nummer, die da vor unserer Haustüre entsteht", meint Rosemarie Cremer, Vizevorsitzende des Sportausschusses. Die SPD-Frau befürchtet dennoch keine große Konkurrenz für den Neubau des Schlossbades: "In Bedburg entsteht eine Wellness-Oase, wir setzen auf Familienfreundlichkeit mit günstigen Preisen", sagt sie. Ähnlich sieht das Stadtsprecher Andreas Sterken: "Ohne Zweifel wird der eine oder andere Grevenbroicher dieses Angebot sicherlich gerne einmal ausprobieren. Das neue Schwimmbad in Bedburg wird jedoch nicht die Bad-Frage in Grevenbroich lösen; dies muss und wird vor Ort erfolgen."

Die Betreiber des "Monte Mare"-Bades rechnen in Bedburg mit 60 000 Bade- sowie 120 000 Sauna- und Massagegästen pro Jahr. Das, was die Baustelle bereits erahnen lässt, wirkt im Vergleich zum Schlossbad wie ein Quantensprung in Sachen Badevergnügen. Das "Monte Mare" bietet mit dem geplanten Bali-Ambiente einen gewaltigen Kontrast zu dem Kasten aus Glas und Beton in Grevenbroich. 17 Millionen Euro kostet das Projekt. Geboten wird neben Lehrschwimm- und Babybecken ein Sportbecken mit 25-Meter-Bahnen. "Von 8 bis 13 Uhr werden wochentags Schulen zum Schwimmen kommen. Für die Bürger ist das Bad von 10 bis 20 Uhr geöffnet", sagt Drewlo. Auch Vereine und die DLRG sollen das Bad nutzen.

Zahlreiche Massage- und Ruheräume, umfassende Saunen und ein attraktiv gestaltetes Außengelände – unter anderem thront hier eine Sauna wie eine Insel in einem kleinen See – stehen für den Wohlfühl-Faktor der Anlage mit 7000 Quadratmeter Nutzfläche. Die Entfernung zur Grevenbroicher Stadtgrenze: rund 900 Meter.

Trotz des klammen Haushalts hält die Politik weiterhin am Projekt "neues Schlossbad" fest. Vorbild könnten das Naturbad in Mettmann, aber auch das Schlossbad Wickrath sein. Für 5000 Euro soll eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden. Zu befürchten aber ist: Viele Grevenbroicher Schwimmer werden abwandern.

Quelle: NGZ
 
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