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Grevenbroich
"Müllfresser"-Tonnen gegen Schmutz an Lkw-Parkplätzen

Grevenbroich. Die Lkw-Parkplätze im Industriegebiet-Ost sollen probeweise mit "Müllfresser"-Tonnen ausgerüstet werden. Die 120-Liter-Gefäße werden von der "Stellwerk-Initiative" kostenlos zur Verfügung gestellt. Mit den Tonnen soll Müll verhindert werden, der sich in der Vergangenheit entlang der Parkplätze häufte. Nach Klagen von Unternehmern hatte die Ratsfraktion "Mein Grevenbroich" das Thema aufgegriffen.

Bevor die Tonnen aufgestellt werden, soll erst einmal das Umfeld der Parkplätze auf Vordermann gebracht werden. Wie Dezernent Claus Ropertz berichtet, werden die Sträucher entlang der Alfred-Nobel-Straße geschnitten und die Gehwege von Unkraut befreit. Diese Aufgabe wird ein Langzeitarbeitsloser übernehmen, der im Auftrag des Jobcenters als Straßen- und Platzreiniger im Einsatz ist.

Zudem will die Stadt prüfen, ob der Allgemeinzustand entlang der Straße durch das Roden der Büsche und eine anschließende Rasensaat verbessert werden kann. "Sollte dies möglich sein, werden die entsprechenden Arbeiten im Herbst vorgenommen", so Ropertz. Schon in den nächsten Tagen soll die "Müllfresser"-Tonnen aufgestellt werden, "um den Lkw-Fahrern eine Möglichkeit zur Entsorgung ihrer Abfälle anzubieten", wie Ropertz meint. Damit das auch allen deutlich wird, sollen Piktogramme auf die Tonnen geklebt werden. Die Gefäße werden zunächst für fünf Monate aufgestellt, sie werden einmal in der Woche - und zwar jeweils montags - geleert. Die Kosten: etwa 394 Euro.

Martina Suermann von "Mein Grevenbroich" hatte auf die Verschmutzungen hingewiesen, die vor allem nach Wochenenden deutlich wurden. Zu großen Teilen lägen dann Hausmüll und weggeworfene Lebensmittel in den Grünanlagen. Sollte sich dieser Zustand nicht ändern, müsse über ein Lkw-Parkverbot in den Industriegebieten nachgedacht werden, so Suermann.

Die "Stellwerk-Initiative" hatte 2013 einen achtwöchigen Feldversuch mit "Müllfresser"-Tonnen in der Innenstadt gestartet. Die Mitglieder wollten beweisen": Ist das Gefäß größer als die Papierkörbe in der City, wird weniger Müll in die Landschaft geworfen. Obwohl das Projekt gelang, wurde es von der Stadt als zu teuer abgelehnt.

(wilp)
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