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Grevenbroich
Musical "Franziskus" mit zwei Chören

Grevenbroich. Seelsorgebereichsmusiker Peter Faller-Lubczyk geht bald in den Ruhestand.

Am Mittwoch war der Namenstag des Heiligen Franziskus - Grund genug für den Chor "VielHarmonie" und den "Franziskus-Kinderchor an St. Joseph", das Sacro-Pop-Musical "Franziskus - ein Mann aus Assisi" vorzutragen.

Ort des musikalischen Geschehens der ganz besonderen Art war die Kirche St. Joseph in der Südstadt. Vor allem faszinierte der Doppelpack der beiden Chöre - und wie es deren Leiter Peter Faller-Lubczyk vom E-Piano fertigbrachte, beide miteinander zu koordinieren und auch die Schlagzeugerin Katharina Falkenberg mit einzubringen. Mit dem Dirigieren sei es nach 36 Jahren im Amt jetzt leider vorbei, vertraute Faller-Lubczyk dem Besucher an. Er geht Ende des Jahres in den wohlverdienten Ruhestand. Als Seelsorgebereichsmusiker in der Pfarreiengemeinschaft Grevenbroich-Vollrather Höhe hat er das geistliche Musizieren an sechs Pfarreien entscheidend mitgestaltet. Jetzt ist die Suche nach der Nachfolge im vollen Gange.

Dieses in seinem gesanglichen und instrumentalen Anspruch nicht zu unterschätzende Musical ist vom Münsterländer Ludger Edelkötter geschrieben. Lesungen zur Vita des Heiligen lösten sich ab mit Soli und a-capella-Gesang. Bei letzterem versetzten vor allem die jungen und allerjüngsten Sänger und Sängerinnen in großes Staunen. Die trauten sich was! Länger als eine Stunde lief das Programm, und doch waren die kleinen Stimmen auf den Punkt zur Stelle.

Peter Faller-Lubczyk dirigierte vom Spieltisch seines E-Piano eine an die 25 Mitglieder zählende Gesangstruppe. Herrlich improvisiert klang das alles, wenn auch die vielen Proben unverkennbar waren. Gerade das teilweise Unprofessionelle machte den Reiz dieses geistlichen Musizierens aus, und deshalb kamen auch die Inhalte überzeugend über. Das will erst einmal gestemmt sein - Lesungen und Soli und Tutti - alle waren mit großem Einsatz und mit erstaunlich klaren Stimmen dabei und haben gelegentlich auch gegen die nicht gerade ideale Akustik dieser für katholische Verhältnisse nüchtern ausgestatteten Kirche angesungen.

So richtig raumfüllend wurde das Musical, wenn alle mitsingen durften. Davon machtenzwar nicht allzu viele Besucher lautstarken Gebrauch - doch was fehlte, glichen die beiden Chöre mühelos aus. Den Schluss des Konzerts bildete, ganz im Sinne des Heiligen, ein Friedensappell.

(nie)
 
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