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Grevenbroich
Musiker und Politikerin feiern ihre goldene Hochzeit

Grevenbroich. Kommunalpolitik und Musik gehörten zum gemeinsamen Leben von Rosemarie (67) und Hans-Günter Cremer (71), die sich am Pfingstmontag 1967 in der Milchbar in Hochneukirch kennenlernten und heute vor 50 Jahren in der Villa Erckens den Bund fürs Leben schlossen. In der Villa wird das Jubelpaar in der kommenden Woche mit Freunden und Vereinen die Goldhochzeit feiern.

Hans-Günter Cremer, genannt Max, kann sich ganz genau an die erste Begegnung erinnern. Der Gitarrist und Frontman spielte als 19-jähriger mit seiner Band "The Vampires" in der Milchbar, als Rosemarie das Lokal betrat. Sie war damals 15 Jahre alt und hatte mit Freundinnen einen Ausflug unternommen. "Im Anschluss wollten wir in der Milchbar tanzen", erzählt die Jubilarin. "Es hat gefunkt - und gleich am nächsten Wochenende hatten wir unsere nächste Verabredung an der gleichen Stelle."

Rosemarie Cremer ist ein Orkener Mädchen, das schon früh seine Vorliebe für den Sport und für die Politik entdeckte. Doch nach der Schule absolvierte sie zunächst eine Ausbildung als Rechtsanwaltsgehilfin in der Kanzlei von Hans Wattler. Ihr späterer Mann besuchte die Volksschule Grevenbroich, begann im April 1960 eine Ausbildung zum Dreher bei der "Rheinischen Blattmetall", wo er bis zur Rente blieb. Die letzten Jahre arbeitete er dort im Betriebsrat. 1968 wurde Tochter Sylvia, 1980 Tochter Christina geboren.

Trotz der Kinder hat Rosemarie Cremer immer gearbeitet. "Da war ich durch meine sehr emanzipierte Mutter geprägt", erzählt die Jubilarin. Seit 1968 arbeitete sie in der Geschäftsstelle der SPD und wurde dabei von der Mutter und dem Ehemann unterstützt. Verständnis für "ihren Max", dessen Hobby immer die Musik war, war für Rosemarie Ehrensache. "Wenn die Frau nicht mitspielt, geht das nicht", meint Cremer, der andererseits für seine politisch aktive Frau Flugblätter verteilte und Plakate klebte.

1988 waren beide mit den Schwarzen Husaren Schützenkönigspaar in Orken. In Elsen, wo sie heute leben, gehören sie zum Klompenzug "Lebensfreunde". Dem Turnverein Orken hält Rosemarie Cremer seit 55 Jahren die Treue. Und sie ist nicht abgeneigt, Neues zu erlernen. Im Februar beginnt sie eine Ausbildung zur Übungsleiterin für Gymnastik mit Rollator. Sie erlernte die Kaligrafie und begann das Malen. Im Förderverein des Museums führt sie die Kasse.

"Langeweile kommt bei uns keine auf", ist sich das Elsener Jubelpaar einig. Wie die Großeltern, so hat jetzt auch der Enkel in der Villa Erckens geheiratet und zieht mit seiner Ehefrau in die Nachbarschaft. Schließlich hat sich der familiäre Zusammenhalt schon bei den Großeltern bewährt.

(worei)
 
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