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Grevenbroich
Mutter mit Kinderwagen darf nicht in Bus

Grevenbroich: Mutter mit Kinderwagen darf nicht in Bus
Ramona Sperschneider wurde vom Busfahrer stehen gelassen. FOTO: Salz
Grevenbroich. Die junge Mutter ist verärgert: Mehrfach ist sie mit ihrem Sohn im Kinderwagen an der Haltestelle stehengelassen worden. Der Busfahrer argumentiert, dass der Bus zu voll gewesen sei. 

Ramona Sperschneider ist sauer, weil der Fahrer auf der Linie 891 sie mehrere Male stehenließen. "Der Busfahrer sagte, dass im Wagen kein Platz für den Kinderwagen sei. Auch ein Herr im Rollstuhl durfte nicht mit", berichtet die 23-jährige.

Sie wollte mit ihrem drei Monate alten Sohn Ian von der Haltestelle am Rathaus mit der Linie 891 nach Neurath fahren. Auf dem Platz im Bus, "der für Kinderwagen und Rollstühle vorgesehen ist, standen vielleicht, sieben, acht Einkaufs-Trolleys", so Sperschneider. Zudem habe der Fahrer erklärt, "dass wir auch nicht auf den nächsten Bus zu warten bräuchten - an einer anderen Haltestelle warte bereits jemand anderes mit Kinderwagen", erklärt die junge Frau. "Das war das vierte Mal, dass wir stehengelassen wurden." Gerade nachmittags sei der Bus oft voll. "Beim ersten Mal war unser Sohn elf Tage alt. Es war kalt." Verärgert ist auch Schwiegervater Günter Sperschneider, der eingesprungen war und die junge Mutter mit ihrem Sohn nach Hause gebracht hat. "Es ist eine Frechheit, Fahrgäste mit kleinen Kindern stehenzulassen. Wenn kein Platz ist, muss eine andere Lösung her oder es müssen größere Gelenkbusse eingesetzt werden", sagt er.

Beim Busverkehr Rheinland, der den Stadtbus betreibt, war bislang keine Stellungnahme zu erhalten. "Uns sind solche Probleme nicht bekannt. Wir werden mit dem Unternehmen sprechen, ob es Kapazitätsprobleme gibt", sagte Stadtsprecherin Ines Hammelstein.

(cso-)
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