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Grevenbroich
Nach 45 Jahren löst sich der Eifelverein jetzt auf

Grevenbroich. Der Grevenbroicher Eifelverein wird sich zum Jahresende auflösen. Weil unter den Mitgliedern niemand bereit ist, einen Vorstandsposten zu übernehmen, kommt nun nach 45 Jahren das Aus für die Gemeinschaft. Im Domizil des Tennisclubs Blau-Weiß trafen sich die Eifelfreunde jetzt zu ihrer letzten Weihnachtsfeier.

Aus formalen Gründen mussten im ersten Teil der Veranstaltung zwei Liquidatoren bestimmt werden: Gerhard Gross und Günter Meis werden sich nun um die Auflösung des Vereins kümmern. In seiner Rückschau ging Meis auf die Höhen und Tiefen des Vereins in den vergangenen Jahrzehnten ein.

Eine Auflösung sei unausweichlich gewesen. Nicht nur weil nur wenige Mitglieder zur Vorstandsarbeit bereit waren, sondern auch weil sich kaum jemand bereit erklärt habe, die Wanderführungen zu übernehmen, sagte Meis. Sechs Wanderführer waren zwar aktiv, doch der Verein brauche mindestens die doppelte Anzahl. Zudem sei der Verein stark überaltert, von den 120 Mitgliedern seien drei Viertel älter als 70 Jahre. - "Nachwuchs ließ sich leider nicht rekrutieren", betonte Günter Meis in seiner Rede.

Der Hemmerdener hob in seinem Rückblick aber auch "die ungezählten wunderbaren Wanderungen mit unvergesslichen Erlebnissen" hervor. Zuletzt dankte er den Verantwortlichen des Eifelvereins, denen es gelungen sei, den Wanderbetrieb bis zum Schluss aufrecht zu erhalten. Im Rahmen der Feier wurden der langjährige Vorsitzende Gerhard Gross, die Vorstandsmitglieder Helga Kuhles, Harry Strauch und Günter Fritzlar sowie die Wanderführer Irmgard Siemons, Anneliese Piel, Friedel Dolscius, Jochen Heyer, Herbert Kuhnt und Rita Meis geehrt und mit Präsenten bedacht.

Der deutsche Eifelverein, der rund 32.000 Mitglieder hat, wurde 1888 aus der Taufe gehoben. Gründer war Adolf Dronke, der als Lehrer auch in Grevenbroich arbeitete.

Quelle: NGZ
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