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Grevenbroich
Nach dem Abitur geht es nach Australien

Grevenbroich. "Endlich 18", freut sich Gymnasiast Jones Boucht. 2018 ist sein Jahr, für das er jede Menge Pläne hat. Von Valeska von Dolega

Endlich volljährig, endlich mehr Rechte - und natürlich auch mehr Pflichten: Jones Boucht fiebert dem 31. Januar entgegen. denn dann wird er "endlich 18" und damit volljährig. "Alles passiert in eigener Verantwortung, darauf freue ich mich", sagt der Gymnasiast über diese maßgebliche Etappe auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Nicht Party machen ohne Limit, mit dem Auto umherdüsen oder weite Kreditrahmen interessieren ihn.

Der Halbmarokkaner, geboren in Düsseldorf und seit 2002 ein Grevenbroicher, hat die Zukunft fest im Visier und konkrete Ziele. "Nach dem Abitur geht es nach Australien", mindestens ein halbes Jahr will er dort seine Zeit in der Kombination aus Arbeit und Reise, neudeutsch "Work and Travel" genannt, nutzen. Australien ist für Jones Boucht so etwas wie ein Sehnsuchtsland, "auf eigene Faust unterwegs" zu sein gefällt ihm. "Das wird den Horizont erweitern und hilft dabei, noch selbstständiger zu werden". Im vergangenen Sommer war er zum ersten Mal allein im Urlaub, der Zeitpunkt für die Megatour auf dem fünften Kontinent 2018 ist "optimal", denn wann, wenn nicht nach dem Abitur und vorm Studium, könnte ein so ausgedehnter Ausflug sonst stattfinden? Auch die Zeit danach plant der Noch-Siebzehnjährige bereits jetzt: "Ich möchte ab 2019 ein duales Studium beginnen." Elektro-Technik soll es sein, dazu will er sich bei allen Autofirmen und Herstellern von Robotern im Umkreis bewerben.

Mit einem hoffentlich guten Abitur, bislang liegt sein Notendurchschnitt um die 2,0, will er sich bewerben. Nach Ostern tritt er am Pascal-Gymnasium zu den ersten schriftlichen Prüfungen in seinen Hauptfächern Mathe und Physik an. Außerdem hat er Englisch und Philosophie als weitere Prüfungsfächer. Bis die für ihn so wichtigen Abschlussprüfungen anstehen, lernt er nicht nur eifrig, er nutzt die Zeit auch zum Geld verdienen. Denn auch das darf er Dank seiner Volljährigkeit jetzt mit mehr als 40 Stunden pro Woche. "Den Führerschein habe ich seit März 2017." Bahnfahren nervt und Mobilität und Unabhängigkeit werden dadurch, ein Auto fahren zu können, erhöht. "Ich könnte als Fahrer arbeiten", Medikamente für Apotheken auszuliefern, würde ihm gefallen. Als Nachhilfelehrer in Mathe verdient er sich bislang etwas dazu - maßgeblich für Australien. Ganz unerwartet schön an der Volljährigkeit ist, bei eventuellen Neuwahlen jetzt sein Kreuz setzen zu dürfen. "Ich dachte, ich wäre erst 2021 mit dabei", sagt er lachend über eine unerwartete Auseinandersetzung mit Politik und Parteienlandschaft, die er bislang nur unkonkret auf dem Schirm hatte.

Quelle: NGZ
 
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