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Grevenbroich
Nach Kunst-Aktion im Park gibt es Streit wegen warmem Bier

Grevenbroich: Nach Kunst-Aktion im Park gibt es Streit wegen warmem Bier
Die Aktion "Kunst und Musik im Park" hat ein Nachspiel FOTO: Staniek
Grevenbroich. Die Aktion "Kunst und Musik im Park" zählte sicher zu den kulturellen Höhepunkten im nun zu Ende gehenden Jahr. Eine Laser-Installation und Hits der 80er lockten im August mehrere tausend Menschen in den Grevenbroicher Stadtpark. Eines trübte die Veranstaltung: Das Bier, das ausgeschenkt wurde, war warm. Das sorgte für schlechte Stimmung sowohl unter Veranstaltern als auch Besuchern. Von Wiljo Piel

Jetzt, Monate später, tritt Thomas Zoels aus Elsen in die Öffentlichkeit. Er war damals Caterer und ärgert sich heute noch über den Ablauf der Sommernacht im Schatten der Villa Erckens. "Die Leute haben uns damals mit den Augen verprügelt", erinnert er sich: "Das hat meinem Ansehen geschadet." Wie Zoels erklärt, habe er sich nun Rechtsbeistand eingeholt. Er will Schadensersatz von seinem Getränkelieferanten. Denn der soll Schuld gewesen sein an dem Dilemma im August - sagt Zoels. Doch Matthias Preckel, Bierverleger aus Hemmerden, beurteilt die Lage ganz anders.

Wie Zoels behauptet, habe er damals umfangreich Getränke bestellt: "Ursprünglich wollte ich, dass sie einen Tag vor dem Event geliefert werden sollten. Doch der Händler versicherte mir, dass eine Lieferung am Veranstaltungstag ausreichend sei, die Getränke seien gut gekühlt." Gegen 14.30 Uhr sei der Kühlwagen angerollt - doch: "Bier und Softdrinks wurden warm angeliefert. Die Zeit bis zum Beginn des Festes um 18 Uhr war nicht ausreichend, um das alles herunter zu kühlen", schildert Zoels. Gleichzeitig habe es ein Problem mit der Zapfanlage gegeben - es sei zu wenig Druck auf der Leitung gewesen.

Wegen der warmen Getränke sei der Umsatz schlecht ausgefallen. "Ich musste 800 bereits verkaufte Biermarken wieder zurücknehmen", schildert der Caterer. Es sei ihm nicht gelungen, kurzfristig die benötigten Mengen an gekühltem Bier anderweitig zu beschaffen. "Neben einem Imageschaden habe ich auch einen erheblichen Verdienstausfall erlitten, zumal acht meiner Mitarbeiter vor Ort waren", resümiert Zoels.

Dass er Schuld an der Misere gehabt haben soll, weist Matthias Preckel allerdings weit von sich. "Sowohl Bier als auch alkoholfreie Getränke sind von unseren Jungs damals kalt angeliefert worden", sagt er: "Bei uns geht immer alles gekühlt raus." So geht Preckel denn auch von einem Versäumnis des Caterers aus: "Anscheinend wurde von ihm der Strom für den Kühlwagen erst zu später Stunde eingeschaltet." Bei hochsommerlichen Außentemperaturen von mehr als 30 Grad solle man sich da über warmes Bier nicht wundern.

Quelle: NGZ
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