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Grevenbroich
Neubaugebiet: Gutachter soll Anschluss an K 43 begründen

Grevenbroich. Der Rhein-Kreis bleibt hart: Er lehnt einen Anschluss des geplanten Gustorfer Neubaugebiets an die Provinzstraße (K 43) ab. Das teilte er jetzt auf eine erneute Anfrage der Stadtverwaltung mit. Das vorhandene Straßennetz sei leistungsfähig, heißt es in der Begründung. Der Kreis stellt aber eines in Aussicht: Sollte ein Verkehrsgutachter den Nachweis erbringen, dass eine solche Anbindung erforderlich sei, will er die Angelegenheit noch einmal neu überdenken.

Am Gustorfer Ortsrand sollen in den nächsten Jahren rund 700 Menschen ein neues Zuhause finden. Das Baugebiet mit bis zu 250 Wohneinheiten soll nach der bisherigen Planung über die Kirch- und Gustav-Mahler-Straße angebunden werden. Das ist von mehreren Ratsfraktionen kritisiert worden. Sie fordern einen Anschluss an die Kreisstraße 43, um Belastungen in vorhandenen Wohngebieten zu vermeiden. Zuletzt hatte FDP-Fraktionschef Markus Schumacher eine verkehrspolitische Analyse gefordert, mit der die Notwendigkeit eines Anschlusses über die Kreisstraße 43 dargestellt werden sollte.

Eine Verkehrsuntersuchung sei wegen der Größe des Baugebiets ohnehin erforderlich, teilt Dezernent Claus Ropertz dem Planungsausschuss mit. Bei dieser Gelegenheit soll geprüft werden, ob ein Anschluss an die K 43 gegenüber dem Kreis begründet werden kann.

Der Rat hat im Mai den Aufstellungsbeschluss für den neuen Bebauungsplan "Gu 26" gefasst. Mit einem baldigen Häuslebau ist aber wohl nicht zu rechnen. Laut Ropertz befinde sich der Entwickler noch in Grundstücksverhandlungen, "die sich langwieriger als erwartet gestalten". Danach würden archäologische Untersuchungen anstehen.

(wilp)
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