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Grevenbroich
Neue Anlaufstelle für die Kirche

Grevenbroich: Neue Anlaufstelle für die Kirche
Das neue Gemeindeamt an der Graf-Kessel-Straße. FOTO: L. Berns
Grevenbroich. Evangelische Gemeinde eröffnete offiziell ihr neu errichtetes Gemeindeamt.

Neuer Raum für die evangelische Kirchengemeinde Grevenbroich: Pünktlich zum Abschluss des Luther-Jahres wurde das neue Gemeindeamt an der Graf-Kessel-Straße 9 offiziell seiner Bestimmung zugeführt. Das feierte die Gemeinde mit rund 120 Besuchern am Reformationstag; viele nutzten die Gelegenheit, um sich erste Eindrücke von der neuen Begegnungsstätte zu verschaffen.

Pfarrerin Monika Ruge, die zuvor in der Christuskirche mit Pfarrer Christoph Borries und Pfarrer Michael Diezun den Gottesdienst zum Abschluss des Luther-Jahres geleitet hatte, dankte insbesondere den Mitgliedern des Neubauplanungsausschusses, bei denen die Fäden für das Projekt zusammengelaufen waren. Konkret dankte die Pfarrerin vor allem für den Einsatz von Bettine Boles, Henning Walther und Barbara Gigowski, die auch Vorsitzende des Presbyteriums ist. In ihrer Ansprache sagte Gigowski: "Dass wir den Neubau überhaupt planen und bauen konnten, verdanken wir nicht zuletzt der Matthäusgemeinde. Aus dem Erlös des Verkaufs der Matthäuskirche konnten wir dieses schöne neue Haus finanzieren." Barbara Gigowski sprach von einer "Investition für die Zukunft", ging aber auch auf den Verkauf der Matthäuskirche in der Südstadt ein. Die Entwidmung des Gotteshauses 2006 hatten viele Gläubige als schmerzlich empfunden. Im Eingangsbereich des neuen Gemeindeamtes hängt eine Glocke aus der alten Kirche, zudem erinnert eine Gedenktafel an das ehemalige Gotteshaus.

Der Neubau an der Graf-Kessel-Straße besteht nicht nur aus dem Gemeindeamt mit Büros, sondern auch aus einem kleinen Saal, der als Begegnungsstätte dienen soll. "Füllen Sie diesen Raum mit Leben", sagte Pfarrerin Ruge bei der Eröffnung und richtete sich damit an die Gemeindemitglieder, mit denen sie anschließend gemeinsam den Psalm sprach, der auch als eine Art Leit-Psalm der evangelischen Kirche im Rheinland zum Luther-Jahr galt: "Ich bin vergnügt, erlöst, befreit" von Schriftsteller Hanns Dieter Hüsch.

Darüber hinaus verfügt der Neubau über fünf moderne Wohnungen; als Ersatz für das am selben Standort abgebrochene Pfarrheim ist im Dachgeschoss eine Pfarrwohnung eingerichtet worden. Das alte Pfarrheim war ebenso wie das alte Gemeindeamt extrem sanierungsbedürftig gewesen.

Die Bauzeit für den Neubau dauerte von April 2016 bis Juli 2017. Die Gesamtkosten sollen sich auf rund 1,5 Millionen Euro belaufen.

Das neue Gemeindebüro ist montags bis freitags von 9 bis 11, montags und mittwochs auch von 14 bis 16 Uhr geöffnet.

(cka)
 
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