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Grevenbroich
Neue Straßenschilder erinnern an Alt-Neurath

Grevenbroich: Neue Straßenschilder erinnern an Alt-Neurath
Willibert Müller (l.) und Dieter Volkwein vom Gartenbauverein Neurath zeigen eines der neuen Schilder, die jetzt aufgestellt wurden. FOTO: G. Salzburg
Grevenbroich. Der Gartenbauverein Neurath hat im Ort mehrere Schilder mit historischen Daten aufgestellt. Sie sollen Heimatgeschichte vermitteln. Von Sebastian Draxl

Erst vor rund zwei Wochen hat der Gartenbauverein Neurath den Platz an der Straße An St. Lambertus zum "Peter-Kauertz-Platz" getauft. Dabei wurde das erste von acht Straßenschildern mit historischen Daten angebracht. Mithilfe der Wirtschaftsbetriebe Grevenbroich (WGV) wurden Pfosten gesetzt, an denen die Schilder installiert wurden. Der Gartenbauverein Neurath will weitere Schilder im Ort anbringen. Vorschläge aus der Bevölkerung werden gerne angenommen.

Stolz erklärt Willibert Müller (67), stellvertretender Vorsitzender des Gartenbauvereins, eines der Schilder an der Gürather Straße. "Der Gürather Platz zwischen An St. Lambertus und Glück-Auf-Straße ist bis heute einer der zentralen Plätze im Ort. Gleichzeitig ist er mit 73 Meter über Normal-Null die tiefste Stelle in Neurath", sagt Willibert Müller. Zusammen mit Dieter Volkwein (60), Vorsitzender des Gartenbauvereins, und den Mitgliedern initiierte er das Projekt "Straßenschilder".

"Schon Ende 2014 haben wir Anträge bei der Stadtverwaltung gestellt. Jetzt wurden alle genehmigt. Unser Ziel war es, die Schilder bis zum Schützenfest aufzustellen - das hat geklappt", zeigen sich Dieter Volkwein und Willibert Müller zufrieden.

Neben "In der Maar", "Kaks" und "Grüner Weg" an der Gürather Straßen wurden Schilder am "Soodbachtaal" (Teil der Allrather Straße), am "Kirchkaulbach" (Straße zur Neurather Höhe) und am "Caster Hüll" (Teil der Glück-Auf-Straße) aufgestellt. Zudem erinnert ein Schild an einen alten Feuerlöschteich aus den 1950er Jahren zwischen Gürather Straße und Grüner Weg. "Viele jüngere, aber auch ältere Neurather kennen diese Bezeichnungen gar nicht. Deshalb wollten wir ein Stück Geschichte zurück in den Ort bringen", sagt Willibert Müller. Unterstützt wurden sie dabei vor allem von Peter Zenker. Der gebürtige Neurather und Heimatforscher kennt die Ecken seiner Heimat genau. "Er war uns eine große Hilfe", sagt Volkwein.

Die 125 Mitglieder des Gartenbauvereins kümmern sich seit einigen Jahren um die Dorfverschönerung. Zum Beispiel legten sie ein Rosenbett mit einem Gedenkstein am Altenpark an der Donaustraße an, das auch weiterhin vom Verein gepflegt wird. Als nächstes Projekt möchten die Mitglieder ein Gedenkkreuz an den abgerissenen Gutshof "Nanderath" setzen. "RWE wurde damals in die Pflicht genommen, einen Gedenkort zu errichten. Da der Standort des Gutshofs ein Industriegebiet werden soll, haben wir uns für die Straße am Dornbusch Ecke Energiestraße entschieden", erklärt Müller. Dort sollen in den nächsten Wochen die Arbeiten beginnen.

Für weitere Schilder hofft der Gartenbauverein nun vor allem auf wertvolle Tipps von den älteren Neurather Bürgern. "Vielleicht kenne manche noch ein paar interessante Orte und Geschichten. Diese wollen wir dann auch gerne mit Schildern festhalten", sagt Willibert Müller.

Quelle: NGZ
 
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