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Grevenbroich
Neue Technik für die Feuerwehr

Grevenbroich. Die Grevenbroicher Einsatzkräfte werden ab August 2016 digital alarmiert. Von Sebastian Draxl

Bei einem Unfall, einer akuten Erkrankung oder einem Feuer geht es um jede Sekunde. Möglichst schnell sollen die Helfer zur Rettung eilen. Um das zukunftssicher zu gewährleisten, investiert der Rhein-Kreis Neuss im nächsten Jahr in neue digitale Alarmierungstechnik. Zwar wird im Kreis schon seit 1998 digital über Meldeempfänger alarmiert, doch die bisherige Technik hat Schwachstellen.

"Wir alarmieren zurzeit auf derselben Frequenz wie beispielsweise Leverkusen. Vor allem in Dormagen kam es deshalb in der Vergangenheit zu Problemen bei der Alarmierung. Das Land hat dem Kreis eine neue Frequenz zugewiesen. Diese nutzen wir deutschlandweit und im Verbund mit den Nachbarländern exklusiv", sagt Hans-Joachim Klein, Leiter des Ordnungsamtes. Mit dem neuen System sollen diese Probleme der Vergangenheit angehören. Zudem wird eine schnellere Alarmierung gewährleistet.

"Wer sich dann im Kreisgebiet aufhält, bekommt innerhalb von fünf Sekunden den Alarm", erklärt Klein. Mit dem jetzigen System kann es unter Umständen mehr als 60 Sekunden dauern, bis der Alarm alle Kräfte erreicht hat. Im Kreis nutzen die Hilfsorganisationen derweil ganz unterschiedliche Meldeempfänger. Ab 2016 sollen alle 2000 Einsatzkräfte gleich ausgestattet sein. "Bisher werden die sogenannten Piepser von jeder Kommune selbst programmiert. Dies geschieht ab 2016 zentral in Neuss. So erreichen wir flächendeckend die gleiche Qualität", sagt Klein.

In Grevenbroich bekommen so auch alle 200 freiwilligen und 47 hauptamtlichen Feuerwehrleute neue digitale Meldeempfänger. Der Vorteil: Für die Stadt entstehen keine zusätzlichen Kosten. "Der Kreis übernimmt die Verwaltung und die Anschaffung der Geräte", sagt Klein. Ab dem 1. August 2016 soll die Grevenbroicher Feuerwehr mit der neuen Technik ausgestattet werden.

Neben der schnelleren Alarmierung soll die Technik auch zuverlässiger werden. Die Zahl der Digitalen Alarmumsetzer soll verdoppelt werden. Diese Sende- und Empfangsstationen verarbeiten und verbreiten das ausgesendete Funksignal. "Im Prinzip sind das kleine Antennen, die - kaum auffallend - auf Dächern im Kreis positioniert werden", sagt Klein. Die Kosten für die neue Technik kann der Ordnungsamtsleiter noch nicht beziffern: "Dazu muss erst eine Firma den Zuschlag bekommen. Wir befinden uns zurzeit in der letzten Phase der Ausschreibung", sagt er.

Quelle: NGZ
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