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Grevenbroich
Neuenhausener wartet seit Monaten auf sein Internet

Grevenbroich. Internet und Festnetztelefon? Beides hätte Udo Nießen gerne. Doch er muss sich in Verzicht üben. Seitdem er im September in das neue Vier-Parteien-Haus an der Willibrordusstraße 12 eingezogen ist, wartet er vergeblich darauf, dass ihn die Telekom endlich freischaltet.

"Seit Monaten beschwere ich mich", sagt der 65-Jährige. "Doch es tut sich nichts."

Der ehemalige Südstädter ist am 1. September in das neue Gebäude eingezogen. Doch um seinen Anschluss hat er sich schon weitaus früher gekümmert. "Seit dem 9. Juni stehe ich in intensiven Gesprächen mit der Telekom, damit das Leitungsnetz freigegeben wird", schildert Nießen. "Mindestens 25 Mal habe ich schon angerufen - leider vergebens." Dabei blickt er etwas eifersüchtig auf seine Nachbarn - denn: "Zwei Parteien in unserem Haus sind Telekom-Kunden und haben schon längst Festnetztelefonie." Der 65-Jährige hat indes einen Vertrag mit dem Anbieter "1+1" - und er geht davon aus, dass "hier mit zweierlei Maß gemessen" werde. "Mein Vertragspartner bettelt schon seit Monaten bei der Telekom darum, dass meine Leitung endlich freigeschaltet wird - das darf doch nicht wahr sein", beklagt Nießen und meint: "Um solche Fälle muss sich endlich einmal die Bundesnetzagentur kümmern."

Kein Telefon, kein Internet - das behindere auch seine ehrenamtliche Arbeit, sagt Nießen. Der 65-Jährige ist in der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald aktiv und kümmert sich mit seinem Team darum, dass das Wildgehege im Bend in Schuss bleibt. "Alle Terminabsprachen werden per E-Mail getroffen - da muss ich passen", sagt Nießen.

Ein Sprecher der Telekom stellt in Aussicht, dass der Neuenhausener am 24. November seinen ersehnten Anschluss bekommen wird. "Klappt das nicht", sagt Udo Nießen, "werde ich mir über die Verbraucherzentrale einen Rechtsbeistand holen."

(wilp)
 
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