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Grevenbroich
Neuer Gedenkstein erinnert an früheres Gut Nanderath

Grevenbroich. Das Erinnerungsmal wird am 25. August vorgestellt.

Ein alter Grabstein steht jetzt an der Ecke Energiestraße/Am Dornbusch in Neurath. Beerdigt ist dort niemand - kein Mensch soll dort in Erinnerung gehalten werden, sondern das frühere Gut Nanderath, das vor sechs Jahren den Abrissbagerrn zum Opfer gefallen ist. Beim Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" konnten die Neurather den neu aufgestellten Stein der Bewertungskommission präsentieren. Am Freitag, 25. August, 11 Uhr, soll er dem Dorf öffentlich vorgestellt werden. "Dabei wird auch der letzte Verwalter von Gut Nanderath nach Neurath kommen", kündigt Dieter Volkwein, Vorsitzender des Gartenbauvereins Neurath, an. Drei Jahre lang hatte der Verein das Projekt geplant und vorbereitet. Bei dem vom Steinmetz Geuer bearbeiteten Erinnerungsmal handelt es sich um einen früheren, auf dem Friedhof stehenden Grabstein. "In Neurath leben heute keine Angehörigen des Verstorbenen mehr", betont Volkwein.

"In Erinnerung an Gut Nanderath", ist als neue Inschrift zu lesen. "Gut Nanderath ist das älteste von einst elf Gütern in Neurath", weiß Dieter Volkwein. "Als Kinder sind wir dort Kastanien sammeln gegangen." In den Jahren 2010/2011 sorgte der mittlerweile unter Denkmalschutz stehende, aber verfallene Vierkanthof in RWE-Besitz für Diskussion. Trotz Protests wurde er abgerissen, das Landesbauministerium akzeptierte die Abrissgenehmigung. RWE gehört nun ebenso wie GWG zu den Unterstützern bei der Errichtung des Gedenksteins. Der Platz wurde gepflastert, und Dieter Volkwein hofft, "dass uns die Stadt noch zwei Obstbäume zur Verfügung stellt". Volkwein denkt an eine Zuccamagliorenette und an einen Quitten-Baum. "Quitten gab es früher auch auf dem Gut Nanderath", schildert der Gartenbauverein-Vorsitzende.

(cso-)
 
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