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Grevenbroich
Neuer Professor am Krankenhaus

Grevenbroich: Neuer Professor am Krankenhaus
Chefarzt Dr. Frank Grünhage ist jetzt Professor. FOTO: Lothar Berns
Grevenbroich. Frank Grünhage, Chefarzt am Elisabeth-Krankenhaus, ist jetzt auch Professor. Von Gundhild Tillmanns

Das Grevenbroicher St. Elisabeth-Kreiskrankenhaus gewinnt an weiterer Reputation: Dr. Frank Grünhage, der neue Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie und Onkologie, ist jetzt Professor. Seine Ernennungsurkunde hat er vom Dekan der Medizinischen Fakultät der Saar-Universität in Homburg, Dr. Michael D. Menger, erhalten. Auf den Wegweisern im Krankenhaus steht schon "Professor", auf seinem Namenschild am Arztkittel noch nicht: "Mein Verhalten wird sich gegenüber den Patienten nicht ändern. Ich lege auch keinen Wert darauf, mit Professor angesprochen zu werden", sagt der 44-Jährige. Der Titel Professor sei ein Symbol für fachlichen Erfolg: "Ich werde aber nicht abheben", verspricht er.

Allerdings freue er sich über die Anerkennung und natürlich auch über die Gratulationen, die er von Patienten und Kollegen erhält. "Es ist eben ein neuer Lebensabschnitt", sagt der Chefarzt, der erst im Dezember die Klinik für Gastroenterologie und Onkologie von seinem Vorgänger Dr. Friedrich Wilhelm Korsten übernommen hatte und den Patientenzulauf schon erhöhen konnte. Für das St. Elisabeth-Krankenhaus ist Professor Grünhage nun der dritte Lehrbeauftragte an einer Universität. Professor Bernhard Höltmann will sich allerdings in absehbarer Zeit in den Ruhestand verabschieden.

Für Grünhage ist die Professur mit einer Lehrtätigkeit an der Universität in Homburg verbunden. "Ich werde jedes Semester einige Tage in Homburg Ultraschallkurse geben und Unterricht am Krankenbett erteilen", sagt der neue Professor, der übrigens nach seiner Habilitation die üblicherweise ansonsten fünfjährige Wartezeit auf die Professur um ein Jahr abkürzen konnte. Dies sei möglich gewesen, weil er auch an der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn einen Listenplatz auf eine Professur gehabt habe, der auf die Wartezeit angerechnet worden sei. Doktoranden der Uni Homburg will Grünhage außerdem weiterhin betreuen.

Der Chefarzt hat eine sogenannte außerplanmäßige Professur (APL) erhalten. Die APL-Ernennung gilt als letzte Karrierestufe vor der Berufung auf einen Lehrstuhl und damit vor der Ernennung zum Universitätsprofessor. Der Titel wird von Hochschulen an Personen verliehen, die promoviert und habilitiert sind und zudem in Forschung und Lehre nach Ansicht ihrer Fakultät hervorragende weiterführende Leistungen erbracht haben.

Dazu kommt, unabhängig von dieser Professur, seine Ausbildungstätigkeit für die Uni Aachen, mit der St. Elisabeth als Lehrkrankenhaus kooperiert. Für diesen Bereich wird Grünhage weiterhin die angehenden Ärzte im letzten praktischen Ausbildungsjahr begleiten.

Quelle: NGZ
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