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Grevenbroich
Neuer Vorstand rettet den "Sport für betagte Bürger"

Grevenbroich. Der Verein "Sport für betagte Bürger" ist gerettet und kann seine Arbeit fortsetzen: Sozusagen in letzter Sekunde hat sich nun doch ein neuer Vorstand gefunden, nachdem Vorsitzender Rüdiger Bartholomäi und seine Stellvertreterin Barbara Schnitzler aus Alters- und Gesundheitsgründen aufgehört haben. "Es war dramatisch, aber jetzt sind alle erleichtert", sagt die neue Vereinsgeschäftsführerin Annelie Borchers. Im prall gefüllten Rittersaal habe bei der Mitgliederversammlung das Bestehen des Vereins bis zuletzt auf der Kippe gestanden. "Dann hat Amilda Bergen eine flammende Rede gehalten, die alle aufgerüttelt hat", berichtet Borchers. Bergen, die auch zur neuen Schatzmeisterin des Vereins gewählt worden ist, habe aus ihrer persönlichen Erfahrung als in Grevenbroich fremde Aussiedlerin berichtet, der der Verein ganz wesentlich zu ihrer Integration in der neuen Heimat geholfen habe. Von Gundhild Tillmanns

"Es waren so viele Mitglieder da, wie sonst selten bei den Sitzungen. Das hat uns auch gezeigt, wie viele wirklich wollen, dass es weitergeht", sagt Borchers. Das bestätigt auch der neue Vorsitzende Helmut Strerath. Der 70-Jährige will nun mit seinem Stellvertreter Dieter Fräßdorf, Schatzmeisterin Rosemarie Willemsen, Geschäftsführerin Annelie Borchers und Kassiererin Amilda Bergen versuchen, zunächst den Bestand von 380 Mitgliedern zu stabilisieren. Ein erstes Treffen mit allen 13 Übungsleitern sei bereits geplant, denn es gelte unter anderem auch eine Abteilung zurückzuholen, die schon in die Volkshochschule abgewandert war, wie Strerath bedauert. Der neue Vorsitzende des Vereins für betagte Bürger erhofft sich auch durch das neue Schlossbad wieder eine Stärkung: "Die lange Zeit, in der das Schwimmbad in Grevenbroich nicht zur Verfügung stand, hat uns viele Mitglieder gekostet", blickt Strerath zurück, der selbst seit fünf Jahren Vereinsmitglied ist und gerne an der Wassergymnastik teilnimmt. Das zwischenzeitlich genutzte Schwimmbad in Wevelinghoven sei aber für seinen Verein keine wirkliche Alternative. Mit Wassergymnastik im neuen Schlossbad, einem kompletten Vorstand und möglichst allen Abteilungen wieder an Bord hofft Strerath nun dem Verein wieder eine Zukunft zu geben.

Quelle: NGZ
 
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