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Grevenbroich
Neues evangelisches Gemeindeamt mit alter Glocke der Südstadt-Kirche

Grevenbroich: Neues evangelisches Gemeindeamt mit alter Glocke der Südstadt-Kirche
Karin Schlösser (r.) und Amina Hoffmann vor der alten Glocke. FOTO: cso-
Grevenbroich. Das neue evangelische Gemeindeamt an der Graf-Kessel-Straße ist fertig, Gestern zog das Gemeindebüro, das während der Bauzeit im Albert-Schweitzer-Haus untergebracht war, an den alten Standort zurück - diesmal aber in nagelneue Räume.

Die Evangelische Kirchengemeinde Grevenbroich hatte das alte Gemeindeamt und das Pfarrhaus daneben - beide waren erheblich sanierungsbedürftig - abreißen und für rund 1,5 Millionen Euro einen Neubau errichten lassen. Keine Änderung gibt es bei der Kooperation der evangelischen Gemeinden im Stadtgebiet. Das Büro ist Anlaufstelle sowohl für die Kirchengemeinde Grevenbroich als auch für die Kirchengemeinde Wevelinghoven. Die Mitarbeiterinnen Karin Schlösser und Amina Hoffmann haben sich gestern eingerichtet. Das Büro ist montags bis freitags von 9 bis 11 sowie montags und mittwochs von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Ein Blickfang im Flur ist die Glocke, die aus der 2006 geschlossenen Kirche in der Südstadt stammt.

"Sowohl beim Zeitplan als auch finanziell haben wir eine Punktlandung hingelegt", sagte Finanzkirchmeister Walter Hoffmann zufrieden. "Wir haben hier eine zukunftsfähige Lösung geschaffen." Im Neubau wurden neben dem Gemeindebüro mehrere Wohnungen errichtet. Für drei sind Mieter gefunden, eine ist noch frei. Die Mieteinnahmen kommen der Kirchengemeinde zugute. In die fünfte Wohnung zieht in Kürze Pfarrerin Monika Ruge ein. Statt ihr wird künftig Pfarrer Michael Diezun das Pfarrhaus gleich nebenan nutzen.

Bei der Planung des Neubaus wurde, wie Architektin Angelika Teske-Naumann erklärt, darauf Wert gelegt, dass sich das Haus mit rotem Klinker und weißem Putz in sein Umfeld gut einfügt. Ein Vorteil der neuen Anlaufstelle für evangelische Christen: Im Gegensatz zum Altbau ist das Büro ohne Schwellen und Treppenstufen zu erreichen, auch die übrigen Etagen sind barrierearm. Neben dem Büro wurde ein 50 Quadratmeter großer Saal errichtet, "der für neue gemeindliche Angebote genutzt werden soll", wie Hoffmann erläutert. "Wir haben die Besucher beim Gemeindefest im Juli gebeten, für den Raum Namensvorschläge zu machen, und gehen jetzt an die Auswahl des Namens."

(cso-)
 
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