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Grevenbroich
Neues Zentrum für Familien in Kapellen

Grevenbroich: Neues Zentrum für Familien in Kapellen
Vier soziale Einrichtungen sind bald im Förderzentrum unter einem Dach vereint. Andrea Laufs, Burghard Asche, Beate Sander, Pfarrer Thomas Winkler, Nuran Asche und Architekt Markus Schmale stellten gestern das Projekt vor. FOTO: L. berns
Grevenbroich. Im Herbst soll der Neubau für das Förderzentrum im Kapellener Neubaugebiet fertig sein. Unter einem Dach bieten dann mehrere Organisationen Hilfen für Familien. Bauherr ist der evangelische Verein für Jugend- und Familienhilfe. Von Carsten Sommerfeld

Das Bautempo ist rekordverdächtig: Nach etwa fünf Monaten stand der dreigeschossige Rohbau für das neue Förderzentrum des evangelischen Vereins für Jugend- und Familienhilfe. Der Innenausbau läuft auf vollen Touren, im Oktober oder November soll das markante Gebäude an der Dinkelstraße im Kapellener Neubaugebiet fertiggestellt sein. Dann sollen unter einem Dach Hilfen für Kinder, Mütter und Familien nicht nur in Kapellen geboten werden.

Gestern stellten der Bauherr und künftige Nutzer das Projekt vor. "Das Kapellener Neubaugebiet ist quasi eine kleine Stadt in der größeren Stadt Grevenbroich. Dafür ist auch soziale Infrastruktur erforderlich", sagt Burghard Asche, Vorstandsreferent des in Kaarst ansässigen evangelischen Vereins. Etwas weiter steht bereits der neue evangelische Kindergarten. "Die Kirche hat den Auftrag, sich um die Menschen zu kümmern. das tun wir hier", sagt Pfarrer Thomas Winkler, Vorsitzender des Vereins, beim Ortstermin am Förderzentrum.

Ein großer Vorteil des Konzepts: Die vier Einrichtungen in einem Haus können sich bei ihren Hilfen ergänzen, die Familien können so bei Bedarf auch die Angebote der anderen nutzen", erläutert Nuran Asche, Geschäftsführerin des evangelischen Vereins. Mit zwei Anlaufstellen ist die Gesellschaft Evangelische Jugend- und Familienhilfe mit Sitz in Kaarst im Haus vertreten. Zum einen werden künftig von Kapellen aus frühe Hilfen organisiert. "Wir besuchen Familien mit Neugeborenen, um sie zu informieren, welches Netzwerk von Beratunsgstellen und andere Anlaufstellen ihnen zur Verfügung steht", schildert Beate Sander von der Gesellschaft, die mit der Stadt kooperiert.

An Familien mit etwas älteren Kindern richten sich die ambulanten flexiblen Hilfen zur Erziehung. "Dabei unterstützen wir Familien, wenn es Erziehungsprobleme gibt, wenn Kinder beispielsweise verhaltens- oder schulauffällig sind", berichtet Beate Sander. . Bislang sitzen die "Ambulanten Dienste Grevenbroich" an der Richard-Wagner-Straße. Im neuen Haus wird auch eine Fördergruppe für Kinder vom Grundschulalter bis 13 Jahren ihr Domizil haben. Um Mütter mit seelischen Erkrankungen und ihre Kinder kümmert sich der Verein Integra mit Andre Laufs als Vorsitzender. Vierter im Bunde ist der Betreuungsverein Niederrhein, der sich mit Betreuung. Vormundschaften und Pflegschaften befasst.

Insgesamt werden etwa 25 Mitarbeiter in dem Neubau mit einem gläsernen Dachgeschoss arbeiten. Markus Schmale von Schmale Architekten betont, dass das Miteinander der verschiedenen Einrichtungen auch architektonisch zum Ausdruck komme. "Das soll kein introvertierter Bau sein", sagt Markus Schmale. Balkone und andere Elemente würden Möglichkeiten zur Kommunikation bieten. Zudem sorgen Erker, Vor- und Rücksprünge für eine abwechslungsreiche Gliederung der Fassade.

Quelle: NGZ
 
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