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Grevenbroich
Neukirchener ist Wasserball-Weltmeister

Grevenbroich: Neukirchener ist Wasserball-Weltmeister
Hans Brückner (4.v.l.) mit seinem erfolgreichen Team: Die "60plus"-Mannschaft des Düsseldorfer Clubs DSC 98 holte sich im russischen Kazan zum fünften Mal den Weltmeister-Titel. FOTO: RPO
Grevenbroich. Hans Brückner ist mit 67 Jahren topfit und betreibt professionell Mannschaftssport. Mit seinem Wasserball-Team holte der Neukirchener im russischen Kazan den Weltmeister-Titel in der Altersklasse "60 plus" - und das zum fünften Mal. Von Christian Kandzorra

Es zählt nicht gerade zu den bekanntesten, aber sicher zu den anspruchsvollsten Sportarten: das Wasserballspielen. Wer den Mannschaftssport professionell betreibt, muss Höchstleistungen erbringen. Und das nicht nur im Schwimmen, sondern auch in der Ausdauer, in der Kondition - und im Umgang mit dem Ball. Hans Brückner ist einer dieser Sportler. Dem 67-Jährigen wurde der Wasserball quasi durch seinen Vater, der schon 1957 deutscher Meister wurde, in die Wiege gelegt. Jetzt hat sich der Neukirchener bei der Weltmeisterschaft im russischen Kazan mit seiner Mannschaft des Düsseldorfer Clubs DSC 98 den Titel geholt. Und zwar zum fünften Mal.

Nach drei Vierteln der Gesamtspielzeit konnte sich die "Masters"-Mannschaft der Altersklasse "60 plus" gegen ihre russischen Herausforderer mit einem fünf zu zwei durchsetzen. "Das liegt eindeutig an unserer guten Kondition", sagt Hans Brückner, der die Sportart deshalb liebt, weil sie von der starken Gemeinschaft des Teams lebt.

Erfolgreicher Sportler: Hans Brückner aus Neukirchen. FOTO: Salzburg

Hans Brückner ist das älteste Mitglied seiner 14-köpfigen Mannschaft, die überwiegend aus "alten Bekannten und ehemaligen Gegnern" besteht. Die kommen regelmäßig zum Training aus allen Teilen Deutschlands zusammen. "Gegründet wurde die Mannschaft im Jahr 2000. Anlass dafür war ein offizieller Aufruf des Internationalen Schwimmverbandes", erinnert sich Hans Brückner, der sich auch im Alter noch fit hält. "Vor der WM in Russland bin ich etwa zwei Monate lang jeden Tag beim Training 1000 Meter geschwommen", erzählt er.

Wasserball - das ist ein ebenso schneller wie robuster Sport, bei dem zwei Mannschaften mit je sieben Spielern gegeneinander antreten und versuchen, einen hart aufgepumpten Spezial-Kunststoffball ins gegnerische Tor zu befördern. Dieser Ball ist etwas größer als ein Volleyball und für Ungeübte wegen seiner Größe schwer zu greifen. "Im Spiel darf man darüber hinaus zum Werfen lediglich eine Hand benutzen. Alles andere ist verboten", erklärt Brückner, der nach Tennis und Handball immer wieder aufs Wasserballspielen zurückgekommen ist. "Angefangen habe ich im Alter von zehn Jahren. Damals haben wir im Freiwasser trainiert. Kälteempfindlich durfte ich damals nicht sein", berichtet der 67-Jährige. Er sagt: "Der Sport hält mich fit. Ich fühle mich sicher besser als manch ein anderer in meinem Alter."

In den vergangenen 15 Jahren legte er mit seiner "Masters"-Mannschaft eine steile Karriere hin. 18 Mal wurde das Team deutscher Meister, viermal Europameister und jetzt zum fünften Mal Weltmeister. Zweimal pro Woche ist er im Wasser. "Beim Wasserball muss man nicht nur gut kraulen können, sondern auch ein guter Rückenschwimmer sein. Immerhin ist unser Spielfeld mindestens 25 Meter lang und entsprechend breit", beschreibt Brückner, der noch lange nicht ans Aufhören denkt. 2017 will er zur WM nach Budapest und 2019 mit seiner Mannschaft in Mexiko antreten.

Quelle: NGZ
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