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Sommerurlaub
NGZ sucht Urlaubsfotos und Sommergeschichten

Sommerurlaub: NGZ sucht Urlaubsfotos und Sommergeschichten
NGZ-Redakteurin Gundhild Tillmanns im Alter von zwei Jahren in Italien. FOTO: gt
Grevenbroich. Die NGZ sucht Leser-Fotos und -Geschichten aus den Sommerurlauben vergangener Jahre. Von Gundhild Tillmanns

Es gab Zeiten, da waren die Urlaubsfotos noch nicht digital und noch nicht einmal in Farbe. Es gab keine Handy-Fotos, keine Selfies, keine USB-Sticks mit Bilddaten, stattdessen Filme, auf deren Entwicklung man voller Spannung nach dem Urlaub daheim dann warten musste. Echte Überraschungen waren diese Bilder, die nicht auf dem Display angeschaut und schnell wieder gelöscht werden konnten, wenn sie nicht gelangen. Doch solche alten Urlaubsfotos sind es, die Geschichten erzählen. Die NGZ möchte deshalb an diese Bilder und ihre Storys dahinter in diesem Sommer erinnern.

Da sind etwa die ersten Urlaubsreisen, die wir in den deutschen Wirtschaftswunderjahren unternahmen. Italien, natürlich mit dem Auto, galt als exotisch, Rimini als besonders chic, aber es war auch familientauglich, wie wir feststellen konnten. Also war auch Klein-Gundi mit an Bord, damals zwei Jahre jung. Doch dieser erste Italienurlaub ist bis heute unvergessen: die Musik - natürlich wurde der Hit "Volare" auch bei unserer langen Autofahrt rauf- und runtergespielt und mitgesungen - unnd der Duft von Sonnenöl.

Und dann der Geschmack der ersten richtigen Spaghetti mit einer Soße, deren Schreibweise mit der korrekte Aussprache nur wenig zu tun hatte. Die herrlichen Pasta asciutta, die so gar nichts mit der in späteren Jahren in Deutschland populär gewordenen Bolognese-Sauce gemein hatten, wurden fortan jeden Mittag während der Rimini-Ferien bestellt. Und das hörte sich so an: "Bitte zweieinhalb Portionen Passsta Schutta", bestellte mein Vater "weltgewandt".

Meine Kinderportion verdrückte ich spielend, hatte die Meeresluft, das Spielen am Strand und im Wasser doch stets für Hunger gesorgt. Nur wie isst man als Deutscher, der sich Ende der 1960er/Angang der 60er Jahre seine erste Italienreise wagt, diese "furchtbar langen" Nudeln? Da war Akrobatik angesagt, kannten wir doch nur von zu Hause nur die dicken, viel zu weich gekochten Maccheroni, die auf Löffel odr Gabel passten. Regelrecht barbarisch haben wir unsere ersten "Passta Schutta" noch mit dem Messer massakriert. Doch unser freundlicher und besonders kinderlieber italienischer Oberkellner blieb gelassen, reichte einen Löffel zum Üben. Und längst klappt's auch alleine mit der Gabel - wenn auch keine Pasta auf der Welt bis heute mehr so geschmeckt hat, wie das Nudelgericht im ersten Italienurlaub.

Mitmachen! Wenn auch Sie schöne Urlaubsanekdoten zu erzählen wissen schöne alte Fotos dazu haben, melden Sie sich gerne in der NGZ-Redaktion unter Telefon 02181 69515, oder mailen Sie uns auch Ihre Urlaubserlebnisse und Fotos an: redaktion.grevenbroich@ngz-online.de oder per Post an die NGZ-Redaktion, Südwall 16, 41515 Grevenbroich.

Quelle: NGZ
 
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