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Grevenbroich
Noch mehr Probleme mit Sperrmüll

Grevenbroich. Die Probleme von Marco Engels aus der Südstadt mit der Sperrmüll-Abfuhr sind kein Einzelfall. Auch andere NGZ-Leser meldeten sich, weil sie auf Sperrmüll "sitzen" geblieben sind.

Engels hatte ein Holzregal als Sperrmüll hinausgestellt. Ein Mitarbeiter der Entsorgungsgesellschaft Niederrhein sah dies als Bauholz an, ließ es liegen. Die EGN räumte später einen Fehler ein.

Ähnlich erging es Ute Kranz aus der Südstadt. "Bei mir wurde ein Regal aus Dachlatten - unbehandelt - nicht mitgenommen. Es wurde von dem Müllwerker als Bauholz deklariert, obwohl ich ihm erklärte, dass es sich um ein Regal handelt, welches im Keller gestanden hat", berichtet Kranz: "Es sollte näher erklärt werden, was Bauholz ist. Im Abfallkalender ist bei der Erläuterung Sperrmüll nicht zu erkennen, dass solche Dachlatten nicht mitgenommen werden."

Auch Peter Peters hatte Probleme. "Wir hatten große Keramikübertöpfe rausgestellt. Zwei waren ineinander gestellt - im oberen steckte ein Unterteller, der verklemmt war." Zudem sollten drei ineinander gestellte Terrakotta-Töpfe entsorgt werden, im oberen habe ebenfalls etwas festgesteckt. "Beides wurde mit der Bemerkung: ,Hier versuchen Sie normalen Müll mit zu entsorgen' stehengelassen. Meiner Meinung nach ist das pure Willkür", sagt Peters.

"Der Entsorger hat die grundsätzliche Aufgabe, sämtlichen Hausmüll abzuholen, schließlich zahlen wir Bürger eine ganze Menge Geld dafür", sagt NGZ-Leser Klaus Langer. Unter Sperrmüll verstehe er sperrigen Müll der nicht in die Mülltonne passt - dazu würde auch ein Jägerzaun oder ein Gartenhäuschen gehören. "Das sind Dinge, die laut EGN ausgeschlossen sind", sagt Langer und meint: "In vielen Bereichen ist die Müllentsorgung in Grevenbroich nicht nachvollziehbar." So erfolge die Abfuhr von Grünabfällen nur in den Zeiträumen, wenn der im Garten kaum anfalle. "Ich bin noch nie den Grünschnitt der Obstbäume im Vorfrühling oder unserer Ligusterhecke im Mai und August über diesen Weg losgeworden - genau dann gibt es keine Termine. Da ist ganz viel im Argen", meint Klaus Langer.

(cso-)
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