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Grevenbroich
Notunterkunft wird bald aufgelöst

Grevenbroich. Stadt braucht altes Finanzamt aber weiter. Dort werden Küchen eingerichtet. Von Carsten Sommerfeld

Überraschung im Rathaus: "Das Land NRW hat uns signalisiert, dass es die Notunterkunft, die die Stadt als Amtshilfe betreibt, nach dem 29. Februar nicht mehr benötigt", erklärt Dezernent Claus Ropertz. Damit entfällt der geplante Umzug der Notunterkunft aus der Alten Feuerwache und der Turnhalle am Schloss in das alte Finanzamt, das zurzeit für seine neue Aufgabe hergerichtet wird. Umsonst ist der Umbau aber laut Ropertz nicht: Dort sollen nun andere Asylbewerber einziehen, die der Stadt auf Dauer zugewiesen werden.

Im Sommer hatte die Stadt binnen weniger Tage im Auftrag des Landes eine Notunterkunft mit 150 Plätzen geschaffen. Die Flüchtlinge kommen nach wenigen Wochen von dort in andere Kommunen. "Das Land setzt künftig auf größere Notunterkünfte", erläutert Ropertz die aktuelle Änderung. "Wir waren aber überrascht, dass unsere Räume schon in wenigen Wochen nicht mehr benötigt werden."

Die Turnhalle steht zurzeit bereits leer, da der Stadt einige Wochen lang keine Asylbewerber für ihre Notunterkunft zugewiesen worden waren. Ob das Gebäude im Februar als Unterkunft benötigt wird, steht noch nicht fest. In einem Monat kann auch die Alte Feuerwache geräumt werden. Doch Ropertz ist vorsichtig: "Wir werden beide Räumlichkeiten zunächst als eiserne Reserve vorhalten." Im Rathaus wird damit gerechnet, dass nach Schließung der Notunterkunft zusätzliche Asylbewerber zugewiesen werden - die Menschen in der Notunterkunft wurden auf das städtische Kontingent angerechnet.

Im Rat hatte CDU-Ratsfrau Heike Troles nachgehakt, wann die Turnhalle wieder von den Vereinen genutzt werden kann. Doch die Sportler müssen warten. Teile der Halle werden erst einmal mit Mitteln des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) saniert.

Wegen der Änderungen wird die Unterkunft im alten Finanzamt etwas später als geplant - im März - eröffnet. "Wir haben das Konzept angepasst. Die auf Dauer zugewiesenen Asylbewerber versorgen sich im Gegensatz zu denen in der Notunterkunft selbst. Wir richten deshalb noch Küchen ein", so Ropertz.

Quelle: NGZ
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