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Grevenbroich
Optimale Verhältnisse beim großen Windfest

Grevenbroich. Er war der absolute Star der Veranstaltung, ein spargelschlanker Turm mit roter Bauchbinde. Denn wie könnte ein Windfest ohne entsprechendes Windrat gefeiert werden? Und in Sen300647Wea11 wurde anlässlich des Tags der offenen Tür, anlässlich der Klimatage NRW 2017, gezeigt, was dem geneigten Windkraft-Interessierten sonst verborgen bleibt.

"Die Leute haben immer ihre individuellen Fragen", weiß Christian Vogt, Mitarbeiter des Windtestfelds an der Frimmersdorfer Höhe. Zum Windfest kamen ins perfekt ausgeschilderte Nirgendwo auf der Frimmersdorfer Höhe Familien mit Kind und Kegel. Bei mehreren Führungen konnten die unbekannten Objekte und ihr sonst so ominöses Innenleben näher unter die Lupe genommen werden, besonders wurden die Transformatoren sowie ein geschlossenes Körbchen, das als Fahrstuhl für die Mitarbeiter fungiert, bestaunt.

Aus der Pistole geschossen wussten sie zu beantworten, dass das Windrad, fachmännisch "die Mühle" genannt, 143 Meter misst und fest verankert in einem Fundament steht, das aus 80 Lkw-Ladungen Beton besteht. 21 dieser in luftige Höhen hinaufragenden Windräder stehen hier, NRWs inzwischen Ex-Umweltminister Johannes Remmel war zu Amtszeiten da ,und wenn man einen Job rund um den Windpark ausüben möchte, "sollte man eine elektrotechnische Ausbildung als Elektriker oder Mechatroniker mitbringen". Schwindelfrei und keine Höhenangst zu haben, seien auch hilfreich, fügte Christian Vogt grinsend hinzu.

"Ab wann dreht sich das Rad?", wollte Maja (7) wissen. Dazu reicht nicht das laue Lüftchen, ab einer Geschwindigkeit von 3,5 Metern pro Sekunde beginnt "die Mühle zu arbeiten, also Strom einzuspeisen". Am Schnuppertag übrigens wehte der Wind mittags um 14 Uhr mit einer Geschwindigkeit von 7,6 Metern pro Sekunde, "schon ordentlich für einen Sommertag", freuten sich die Mitarbeiter. Und auch die Frage, wann die Räder bei Sturm oder Orkan stoppen, wurde beantwortet: Bei 25 Metern pro Sekunde schaltet sich alles automatisch ab.

"Das ist alles sehr imposant",sagte Maja - und verschwand auf der Hüpfburg. Zum familienfreundlichen Fest gehörte die ebenso dazu wie Festzelt, Grillstation nebst Kuchenbuffet und Liegestühle.

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