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Katholische Frauengemeinschaft
Ordensschwester besucht die Stadt

Grevenbroich. Schwester Hildegard vom Dominikanerinnen-Kloster Lunden in Oslo fiel der Abschied von ihren Korschenbroicher Kfd-Frauen wirklich nicht leicht. Aber sie tröstete: "Ich bin nicht aus der Welt - ihr könnt mich in Norwegen besuchen kommen." Bei ihrem 30. Einkehrtag für die Kfd von St. Andreas wurde deutlich, dass Schwester Hildegard zu jeder einzelnen der Damen eine ganz individuelle Verbindung hat. Und so wurden die 50 Frauen auch diesmal wieder sehr ausführlich, persönlich begrüßt.

Hedwig Knuth ist eine von ihnen, sie hat sich in den vergangenen Jahren keine Veranstaltung mit der 69 Jahre alten Nonne entgehen lassen: "Ich habe immer viel für mich mit nach Hause genommen. Schwester Hildegard ist so herzlich und glaubwürdig - sie steht mitten im Leben." Margrit Meyers ergänzte: "Sie ist nicht abgehoben." Gisela Ketteler hatte immer viel Positives von den Einkehrtagen gehört und meinte nun: "Wenigstens dieses letzte Mal will ich Schwester Hildegard selbst erleben." Und sie wurde nicht enttäuscht. "Schatten, die auf unser Leben fallen, sind nichts anderes als ein Zeichen dafür, dass es irgendwo ein Licht geben muss, das es sich lohnt zu suchen", lautete das Thema des Einkehrtages. Und die Nonne hatte das Ganze liebevoll wie ein Vermächtnis ausgearbeitet. Mit dem Verweis darauf, dass auch in den schlimmsten Situationen Gott schon vor uns da war, dass er hilft und dass er verzeiht. Doch es ging nicht nur fromm zu beim Einkehrtag. Schwester Hildegard, die diese Woche auch in Jüchen zu Gast war, bewies in ihren Erzählungen, dass sie ein ganz besonders humorvoller Mensch ist. Die Frauen erfuhren auch, dass Schwester Hildegard früher sehr für Peter Kraus geschwärmt hatte. Zum Jubel der Teilnehmerinnen rockte die Nonne "Sugar Baby" und "Moonlight" ab und bedauerte, dass keine Gitarre da war. Über die Abschiedsgaben aus St. Andreas Korschenbroich, die ihr die Kfd-Vorsitzende Christel Matzutt zum Abschied überreichte, freute sich der Gast aus Norwegen sichtlich. Ihr Traum ist es nun, in Oslo eine Art Klosterleben für Schwerverbrecher anzubieten, das ohne Gelübde praktiziert werden soll. (kvm)

Quelle: NGZ
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