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Grevenbroich
Orkener Turnverein bringt die alte Hans-Winzen-Halle auf Vordermann

Grevenbroich. Mehrfach wurde er bereits abgeschliffen und neu versiegelt - doch jetzt hat der Parkettboden im alten Teil der Hans-Winzen-Halle endgültig ausgedient. "Er ist marode und muss raus", sagt Heinz-Peter Korte (58), Präsident des TV Orken. In der nächsten Woche werden Mitglieder des Turnvereins mit der Brechstange anrücken und den arg strapazierten Belag herausbrechen. Danach erhält die Halle einen neuen Boden.

"Die Halle wird jeden Tag rege genutzt - und das ist dem Parkett auch anzusehen", sagt Korte: "Das Holz ist gesplittert, an manchen Stellen sind große Risse in den Zwischenräumen entstanden." Da die Gefahr bestand, dass kleine und große Sportler verletzt werden könnten, hat sich der Verein zu einer Renovierung des vor 55 Jahren verlegten Bodens entschlossen. "Das wird uns rund 30 000 Euro kosten", erklärt Kassierer Thomas Verhagen (44). Er hofft darauf, dass sich dieser Betrag durch die Eigenleistung der Orkener Turner noch etwas nach unten schrauben lässt.

Sobald die 20 Kubikmeter Holzboden entsorgt sind, wird mit dem Neubau des 200 Quadratmeter großen hölzernen Schwingbodens begonnen. "Obendrauf bekommt er eine PVC-Schicht, wie sie auch auf dem Parkett der beiden angrenzenden neuen Hallenteile von 1991 zu finden ist", betont Korte.

Der Boden ist nicht die einzige Investition, die vom TVO gestemmt werden muss. "In den nächsten beiden Jahren steht auch die Sanierung des Turnhallendachs auf unserer Agenda", erklärt Thomas Verhagen. Da viele Pfannen defekt sind, muss das komplette Dach neu isoliert und eingedeckt werden. "Bei einer Fläche von 550 Quadratmetern gehen wir von Kosten zwischen 70 000 und 80 000 Euro aus", meint der 44-Jährige: "Das ist richtig viel Geld - doch wir kommen an diesen Ausgaben leider nicht vorbei."

Präsident Korte hofft darauf, dass sich auch für diese Aktion wieder Sponsoren finden. Als es um die Sanierung des Hallenbodens ging, organisierte der TVO-Musikzug ein Benefizkonzert, Jugendliche veranstalteten Spendenläufe und etliche Mitglieder überwiesen spontan eine kleine Finanzspritze. "Auf unsere Turnerfamilie können wir zählen", sagt Korte nicht ohne Stolz. Zurzeit hat der Verein rund 750 Mitglieder, die in unterschiedlichen Gruppen aktiv Sport treiben.

(wilp)
 
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