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Grevenbroich
Parkfest begeistert mehr als 1000 Besucher

Grevenbroich: Parkfest begeistert mehr als 1000 Besucher
Waren mit Einbruch der Dämmerung der Hingucker beim Parkfest: 300 Licht-Kugeln in der Größe eines Volleyballs. Sie trieben ab 22 Uhr in der Erft. a. tinter FOTO: "Tinter, Anja (ati)"
Grevenbroich. Zwei Bands sorgten für gemütliches Ambiente zwischen Museum und Erft. Künstler ließen in der Dunkelheit 300 Lichtkugeln auf dem Fluss treiben. Die Villa Erckens wurde illuminiert. Von Christian Kandzorra

Der stimmungsvolle Song "The Sound of Silence" ließ beim großen Parkfest des Grevenbroicher Kunstvereins am Samstagabend nicht nur eine gemütliche Atmosphäre einkehren, sondern leitete zugleich auch den Höhepunkt des Abends ein: Die Künstler Barbara Esser und Wolfgang Horn ließen gemeinsam mit zehn Schülern des Erasmus-Gymnasiums kurz vor 22 Uhr insgesamt 300 leuchtende, durchsichtige Plastikkugeln in der Größe eines Volleyballs zu Wasser. Mehr als 1000 Besucher verfolgten das Licht-Spektakel auf der Erft vom Ufer aus.

Das Aufplatschen der handgefertigten Plastikkugeln, in denen jeweils eine LED-Taschenlampe befestigt war, hörte sich an wie ein kleines Feuerwerk. "Großartig", sagte Besucherin Annette Bouteiller aus Grevenbroich, die sich von der Kunst-Aktion genauso begeistert zeigte wie ihre Freunde. "Die Kulisse ist traumhaft", betonte auch Berthold Hengstermann. Wie sie genossen viele Grevenbroicher das Ambiente zwischen Museum Villa Erckens und dem Erftfluss, das in erster Linie auch die Bands "Thin Crow" aus Bergheim und die "Central-Park-Band" aus Bochum mit ihrer Musik prägten. Das Zusammenspiel aus Kunst und Musik sorgte bei den Besuchern für gute Laune, der auch der Nieselregen keinen Abbruch tat. Manche tanzten sogar auf der Rasenfläche hinter der Villa Erckens, die zum Fest in den Farben Blau und Gold illuminiert wurde. "Wir sind froh, dass entgegen der Vorhersage kein Gewitter aufgezogen ist", erzählte Kultur-Fachbereichsleiter Stefan Pelzer-Florack.

Er zeigte sich mit der Open-Air-Veranstaltung genauso zufrieden wie Kunstvereins-Chef Hans-Rainer Willmen, dessen Verein die Veranstaltung initiiert und die beiden Düsseldorfer Künstler in die Schlossstadt geholt hatte. Das Duo Barbara Esser und Wolfgang Horn steckt auch hinter der Ausstellung "Textiler Park", die noch bis zum 27. September zu sehen ist. Willmen lobte die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Grevenbroich. "Ziel ist es, die Bürger in Kunst und Kultur einzubinden. Und das funktioniert sehr gut", erzählte der Grevenbroicher und zog eine positive Bilanz. Leuchtende Kugeln, die auf der Erft treiben, habe es bisher bei keinem der Lichter-Events im Stadtpark gegeben. "Das ist eine originelle Idee."

Besonders aber dürfte es die beiden Künstler gefreut haben, dass ihr Kugel-Konzept aufgegangen ist. Alles lief glatt, auch wenn es später ziemlich stark regnete. "Wir haben im Februar angefangen die Kugeln herzustellen", sagte Wolfgang Horn. Alle 300 Exemplare trieben wie Enten mit der Strömung auf der Erft - und wurden an der Apfelwiese mit Hilfe eines Netzes wieder eingefangen. Unterstützt wurde das Duo von den Erasmus-Gymnasiasten.

Quelle: NGZ
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