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Grevenbroich
Pater Aelreds erste Messe als Pastor

Grevenbroich. Aelred wurde im Kölner Dom zum Priester geweiht. Gestern las er die Primiz.

Keine 48 Stunden nach seiner Priesterweihe im Kölner Dom feierte gestern Pater Aelred (48) mit gut 150 Gläubigen seine Primizmesse bei strahlendem Sonnenschein im Freien.

Pater Aelred zelebrierte seine erste heilige Messe gemeinsam mit Zisterzienser-Prior Bruno Robeck, dessen Vorgänger Basilius Ullmann und Heinrich Scholl. Der frühere Elsener Oberpfarrer ist ein langjähriger Freund des Zisterzienser-Konvents in Langwaden. Ihn hatte Pater Aelred gebeten, die Primizpredigt zu halten. Unter den Gästen waren der frühere Kreisdechant Monsignore Winfried Auel, der heutige Kreisdechant, Oberpfarrer Guido Asmann aus Neuss, und auch die Eltern des neuen Priesters.

Thomas Kuhbandner, wie Pater Aelred mit bürgerlichem Namen heißt, lebt seit elf Jahren in Langwaden. Bei seiner vor vielen Jahren getroffenen Namenswahl orientierte er sich an Aelred von Rievaulx, einem der bedeutendsten Mönche der ersten Generation des Zisterzienser-Ordens. Der im zwölften Jahrhundert lebende Heilige hat eine Schrift über die Freundschaft verfasst, die Pater Aelred besonders beeindruckt hat. Acht Jahre lang lebte er etwa als "Gästebruder" für die Klosterbesucher, ehe es bei dem studierten Geologen und Theologen weiterging: 2012 legte er die ewige Profess als Mönch ab, ein Jahr später folgte die Weihe zum Diakon und jetzt die zum Priester. "Priester ist keiner für sich selbst, sondern für die Menschen", betonte Heinrich Scholl in seiner Predigt. Dabei zitierte er das auch auf Priester anwendbare Augustinus-Wort: "Mit euch bin ich Christ, für euch bin ich Bischof. Ich will nicht in den Himmel kommen ohne euch." Dass der Priesterberuf gerade in einer entchristlichten postmodernen Gesellschaft unverzichtbar sei, steht für Scholl außer Zweifel. Dass dies für Pater Aelred gleichermaßen gilt, hat er in diesen Tagen durch die Tat bewiesen. Nach dem Primizsegen, mit dem der Neupriester die Messe beschloss, konnten sich die Gläubigen mit dem individuellen Primizsegen versehen lassen: Viele nutzten dies in der Klosterkapelle.

(S.M.)
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