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Grevenbroich
Pausenhöfe sind noch zu klein

Grevenbroich: Pausenhöfe sind noch zu klein
An den Wänden sieht es zwar noch etwas trist aus, doch das wird sich in den nächsten Tagen schon ändern: 400 von 720 Schülern sind bereits in den Neubau der Katholischen Hauptschule eingezogen. Der Rest folgt bis zu den Sommerferien. FOTO: NGZ
Grevenbroich. Grevenbroich "Wo ist denn nur meine Englisch-Klasse?" Manche Schüler irren noch etwas ratlos durch die Gänge. Rund 400 von 720 Jungen und Mädchen sind nach den Osterferien in die Katholische Hauptschule eingezogen - und längst finden sich noch nicht alle zurecht. Denn die Schule ist nicht nur moderner, sondern vor allem auch größer geworden. Von Wiljo Piel

"Und das erschwert einigen noch die Orientierung - aber das gibt sich", meint Schulleiter Heinz-Gerd Schmitz zuversichtlich. Mit dem Einzug in die Neubauten an der Parkstraße ist das 6,5 Millionen Euro teure Projekt Schulsanierung einen entscheidenden Schritt vorangekommen.

"In den nächsten Tagen folgt der Umbau der beiden Altbauten aus den Jahren 1948 und 1955. Bis zu den Sommerferien sind wir fertig. Dann können auch die restlichen Schüler einziehen, die jetzt noch in den beiden Dependancen unterrichtet werden", erklärt Bürgermeister Axel Prümm.

Für ihn entscheidend: "Die Arbeiten, mit denen vor anderthalb Jahren begonnen wurde, kommen gut voran. Wir liegen nicht nur im Zeitplan, sondern auch im Kostenrahmen." Die Neubauten tragen die Handschrift des Düsseldorfer Planers Professor Christoph Parade. Er setzte vor allem auf große Fensterflächen, die sämtliche Räume mit genügend Tageslicht versorgen.

14 von insgesamt 26 Klassen wurden bereits fertiggestellt, darüber hinaus stehen der Schule nun ein Forum, eine Mediothek für Internet-Recherchen, ein großes Lehrerzimmer und acht Fachräume zur Verfügung: "Davon träumen wir hier seit 38 Jahren", schwärmt Heinz-Gerd Schmitz.

Die Schüler indes begeistern sich für die Details - beispielsweise für einen Trinkwasserspender: "Einige Jugendliche fühlen sich hier bereits wie auf einer Highschool in den USA", erklärt Schmitz lächelnd. Während es bei den Räumen keine Klagen gibt, blicken die 45 Hauptschullehrer mit Sorgen auf das Außengelände. Denn die vorgesehene Fläche ist eindeutig zu klein für 720 Jugendliche.

 "Wir haben etwa 2000 Quadratmeter zur Verfügung. Das ist aber nach den gesetzlichen Richtlinien, die fünf Quadratmeter pro Schüler fordern, erheblich zu wenig", meint Heinz-Gerd Schmitz. Sein Vorschlag: Das nebenan liegende Strasser-Grundstück könnte von der Schule mitgenutzt werden. "Das bringt uns zusätzliche 500 Quadratmeter", schätzt der Rektor. Bürgermeister Prümm will sich nun um diese Angelegenheit kümmern.

Bei den Pausenhöfen müssen übrigens Abstriche gemacht werden - aus Kostengründen. Nicht realisiert wird zum Beispiel eine halbrunde Treppenanlage, die als Treffpunkt für die Schüler und als Amphitheater für den Sommer dienen sollte.

Auch die von Professor Parade geplanten Grünzonen wurden gestrichen. Nur einige seiner "Konchen" (Nischen), in denen sich die Jugendlichen versammeln sollen, werden übernommen - "vermutlich", wie Rektor Schmitz hinzufügt. Mit der Gestaltung der Außenanlagen soll im Mai begonnen werden.

Nach wie vor gibt es im Umfeld der Katholischen Hauptschule ein Parkplatzproblem für die 45 Lehrer. Obwohl sich die in Grevenbroich lebenden Pädagogen bereit erklärt hätten, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu kommen, suchten immerhin noch 28 von Auswärts kommende Lehrer täglich nach einer Stellfläche.

Auch für dieses Problem hat Schmitz einen Vorschlag: Zumindest 15 Plätze könnten auf der ehemaligen Busspur vor der Schule eingerichtet werden. Übrigens: Die Falschparker unter den Lehrern werden jetzt über die neue Sprechanlage in allen Räumen der Schule auf ihr Fehlverhalten hingewiesen und gebeten, ihre Autos wegzufahren. Was natürlich in den Klassen für mächtig Gaudi sorgt. . .

Quelle: NGZ
 
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