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Grevenbroich
Peter Schnabel 60 Jahre im Kirchenchor

Grevenbroich. Unter Chorleiter Hans Schmidt begann der Tenor (73) einst im Elsener Kinderchor als Sopran. Von Susanne Niemöhlmann

Die Deutsche Messe von Franz Schubert hat Peter Schnabel einst in der Stimmlage Sopran gelernt. "Später habe ich sie dann im Alt mitgesungen und nach dem Stimmbruch im Tenor", erzählt der 73-Jährige, der jetzt für 60 Jahre Mitgliedschaft im Kirchenchor St. Stephanus ausgezeichnet wurde. Kreisdechant Guido Assmann überbrachte die Glückwünsche des Kölner Erzbischofs Rainer Maria Kardinal Woelki und des Diözesan-Cäcilienverbandes.

Als er sich für die Glückwünsche bedankte, erinnerte sich Schnabel daran, wie er 1955 Mitglied des Elsener Kinderchores wurde: "Der damalige Oberpfarrer Konrad Thomas sprach meine Mutter nach dem Gottesdienst an: ,Hür ens, Agnes, dinge Jung kütt ab nächste Woch singe!'" Ob er sich "abkommandiert" fühlte? "Ach, das war seinerzeit so üblich", sagt der Tenor und winkt ab: "Ich hatte zwei Schulkameraden, die bereits im Kinderchor mitsangen und mir davon vorgeschwärmt haben. Von daher habe ich das nicht ungern gemacht." Zwei Jahre verstärkte er die Reihen des Kinderchores, bevor der Stimmbruch den Wechsel in den Erwachsenenchor notwendig machte.

Die wöchentliche Probe hat der zuverlässige Chorsänger in sechs Jahrzehnten allenfalls versäumt, wenn er seinen Jahresurlaub auf seiner Lieblingsinsel Helgoland verbracht hat. Acht Chorleiter hat er in dieser Zeit kennengelernt - von Hans Schmidt bis Sven Morche, der den Kirchenchor St. Stephanus erst kürzlich übernahm. "Natürlich gibt es große Unterschiede zwischen den Chorleitern", bestätigt der pensionierte Verwaltungsangestellte, der beim Kreis beschäftigt war, auf Nachfrage, "aber man musste mit jedem irgendwie leben. Und jeder setzte andere Schwerpunkte."

Gern denkt der Sänger, der fast 30 Jahre als Geschäftsführer im Vorstand des Kirchenchores war, an große Konzerte mit Orchesterbegleitung unter dem Dirigat von Hans Schmidt zurück und Passionen unter Chorleiter Becker. Doch auch Volkslieder oder Operettenchöre gehörten zum Repertoire. Zudem organisiert der Chor die Karnevalssitzungen in der Pfarre. "Bevor das Pfarrheim gebaut wurde, fand die Probe in der Gaststätte Jägerhof, damals Stammen, statt", erzählt Schnabel, "da wurde natürlich anschließend noch etwas getrunken."

Quelle: NGZ
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