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Grevenbroich
Pfarrer Lorenz verlässt nach 32 Jahren die Stadt

Grevenbroich: Pfarrer Lorenz verlässt nach 32 Jahren die Stadt
Heinz-Theo Lorenz verlässt Neukirchen und Grevenbroich. "Ich hatte immer das Gefühl, zu Hause zu sein, akzeptiert zu werden", sagt er. FOTO: NGZ-Foto. L. Berns
Grevenbroich. Morgen wird der 70-Jährige von der Pfarreiengemeinschaft Niedererft verabschiedet. Künftig leitet Jos Houben alle drei Seelsorgebereiche. Von Carsten Sommerfeld

Die Möbel in der neuen Wohnung in Neuss-Meertal stehen bereits, etliche Umzugskartons müssen noch ausgepackt werden. 32 Jahre lang hat Pfarrer Heinz-Theo Lorenz im weißen Haus am Jakobusplatz in Neukirchen gelebt, am morgigen Sonntag wird er als leitender Pfarrer mit einem Gottesdienst ab 14 Uhr im Pfarrgarten in Neukirchen von vielen Menschen der Pfarreiengemeinschaft Grevenbroich-Niedererft verabschiedet. "Ich bin gespannt, was mich erwartet", sagt Lorenz.

Das Wochenende ist eine Zäsur nicht nur für ihn. Ab heute übernimmt Pfarrer Jos Houben als Pfarrverweser die kommissarische Leitung der Pfarreiengemeinschaft Niedererft - und wird damit leitender Pfarrer aller drei Seelsorgebereiche in der Stadt mit insgesamt 16 Kirchengemeinden sein.

Für Lorenz bedeutet der Umzug die Rückkehr in die Heimat. "Ich bin ein Neusser", sagt er. 1975 erhielt er die Priesterweihe, 1984 kam Lorenz nach Neukirchen, übernahm auch die Nachbarpfarre in Hülchrath. Später wuchs sein Wirkungskreis um drei weitere Gemeinden in Wevelinghoven, Kapellen und Hemmerden. "Ich hatte immer das Gefühl, zu Hause zu sein, akzeptiert zu werden", betont er. Ein kleiner Stein der Hülchrather Kirche, vermutlich vor Jahren vom Giebel gefallen, zieht mit ihm nach Meertal.

In seine bisherige Wohnung am Jakobusplatz soll im November der neue Pfarrvikar, Andreas Schönfeld, einziehen. Das wird nicht die einzige Veränderung bleiben. In den drei zusammenrückenden Seelsorgebereichen - auch der Bereich Rommerskirchen-Gilbach wird dazu stoßen - wird überlegt, wie die Kooperation künftig ausgestaltet werden kann. "Die 16 Seelsorger sollen künftig für alle drei Seelsorgebereiche zuständig sein, für den gesamten pastoralen Raum ernannt werden", erläutert Pfarrer Jos Houben. Allerdings werde es Schwerpunkte geben, wo der einzelne leben und wirken werde. Wie die seelsorgerische Arbeit künftig verteilt wird, stehe noch nicht fest. "Das ist noch im Fluss. Wir hatten am Mittwoch ein Großteamgespräch, haben vorgefühlt, wer was alles gemacht hat." Die Bildung von Kleinteams sowie von Fachteams, etwa für Jugendarbeit, seien geplant. Bei den Überlegungen für die Aufgabenteilung müssten auch die Pfarrgemeinderäte einbezogen werden.

Entlastet werden soll das Seelsorgeteam durch drei neue Verwaltungsleiter - für jeden Bereich einen. "Das Generalvikariat in Köln wird uns dafür Personalvorschläge machen. Ich hoffe, dass sie bis Ende des Jahres die Arbeit aufnehmen können", sagt Houben. Die drei sollen Aufgaben in der Verwaltung und Organisation übernehmen, als Vertreter des Trägers für die Kindergärten sowie als Vertreter des Dienstherrn für kirchliche Mitarbeiter außerhalb der Seelsorge fungieren.

Und was macht Heinz-Theo Lorenz? Bald steht für ihn ein Urlaub in Bayern an, er wandert gern. In der Seelsorge wird er weiter aktiv sein - er wird das Johannes-von- Gott-Seniorenpflegeheim der St. Augustinus-Kliniken in Neuss betreuen.

Quelle: NGZ
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