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Grevenbroich
Politik sagt Ja zum Gustorfer XXL-Baugebiet

Grevenbroich. Die Mitglieder des Planungsausschusses haben jetzt den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan "Gu 26" gefasst. Das am Ortsrand von Gustorf geplante Neubaugebiet wird nun in die Bürgerbeteiligung gehen.

Wie berichtet, will die Firma WGZ "Immobilien + Treuhand" ein 8,7 Hektar großes Neubaugebiet jenseits der Gustav-Mahler-Straße entwickeln. "Dort können 170 bis 250 Wohneinheiten entstehen. Wir halten 228 für realistisch, das ist eine für Gustorf angemessene Größe", sagte Architekt Bernd Strey vom Büro "Stadtraum". Noch haben nicht alle Eigentümer die für das Baugebiet erforderlichen Grundstücke verkauft, zudem müssen in einem Teilstück noch archäologische Untersuchungen vorgenommen werden. "Bis dass es zu einem Satzungsbeschluss kommt, werden wir wohl schon ein Jahr weiter sein", beschrieb Dorothea Rendel von der Stadtverwaltung einen ungefähren Zeitplan.

Grundsätzlich begrüßte der Fachausschuss die vorläufigen Planungen. "Viele Bürger aus Gustorf, Gindorf und Laach wollen Bauland. Die Planungen können wir daher nur befürworten", sagte Daniel Rinkert (SPD). Norbert Gand (CDU) empfand das Baugebiet jedoch als zu groß geraten: "Ich bin erschrocken über den Umfang", betonte er.

Nach der vorläufigen Planung soll das Baugebiet über die Gustav-Mahler-Straße und den Eichenweg erschlossen werden. Carl Windler (UWG) regte eine zusätzliche Anbindung über die Provinzstraße (K 43) an. Doch laut Dorothea Rendel werde der Rhein-Kreis eine solche Zufahrt nicht genehmigen. Martina Suermann (Mein GV) bat mit Blick auf die in der Nähe liegenden Kreisstraßen 22 und 43 sowie die stark befahrene Landstraße 116 um Lärmschutzmaßnahmen. Auf diese würden die Planer ihr Augenmerk richten, sobald eine Lärmexpertise vorliege, so Architekt Strey.

Ausschussvorsitzender Wolfgang Kaiser (CDU) bat um mehr Grün im Wohngebiet. Mit Bäumen umsäumte Plätze sollen für mehr Lebensqualität in "Neu-Gustorf" sorgen.

(wilp)
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