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Grevenbroich
Politiker kritisieren Kauf der neuen Unkraut-Ex-Maschine

Grevenbroich. Die Stadtverwaltung hat ein zweites Heißwasser-Fahrzeug zur Unkrautvernichtung in Auftrag gegeben. Die zum Monatsbeginn per Dringlichkeitsbeschluss auf den Weg gebrachte Investition von immerhin 238.000 Euro wurde vom Haupt-, Finanz- und Demografieausschuss jetzt offiziell verabschiedet. Aber nicht ohne kritische Stimmen.

Carl Windler stellte in Frage, ob sich der Kauf des ersten Unkrautvernichters überhaupt gelohnt habe. "Erfolge sind optisch nicht messbar", meinte der Vorsitzende der UWG/ABG-Fraktion. "Nicht nur wir, sondern auch viele Friedhofsbesucher haben den Eindruck, dass vor allem die Friedhöfe nach wie vor in einem schlechten Zustand sind."

Windler kritisierte zudem, dass der Politik keine Bilanz über den Einsatz des im vergangenen Jahr angeschafften Unkrautvernichters vorliege. "Wie hoch sind Personaleinsatz, Unterhaltungs- und Wasserkosten?", fragte Windler. "Solche Zahlen fehlen völlig." Zudem hält es der Fraktionschef für "wenig demokratisch", dass das zweite Gerät per Dringlichkeitsbeschluss in Auftrag gegeben wurde - quasi am Fachausschuss vorbei.

Wie Carl Windler fragte auch Dirk Gawlinski von den Grünen danach, warum die Stadt die 238.000-Euro-Investition schultern müsse - und nicht die neue Stadtbetriebe AöR, die sich schließlich künftig auch einsetze. Zudem sei nicht klar, ob die erste Maschine auf den Friedhöfen derart ausgelastet sei, dass nun eine weitere ausschließlich für die Tennenplätze auf den städtischen Sportanlagen erworben werden müsse. "Ist das alles nötig?"

Die Fragen blieben unbeantwortet - der Ausschuss ging zur Tagesordnung über. Heißt: Bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung wurde der Kauf beschlossen.

(wilp)
 
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