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Grevenbroich
Politiker: Stadt soll schon jetzt an das Gartenschau-Jubiläum denken

Grevenbroich: Politiker: Stadt soll schon jetzt an das Gartenschau-Jubiläum denken
Die Blumenfächer hinter dem Museum fielen der Haushaltssicherung zum Opfer. Mit Sponsoren-Hilfe sollen sie wiederhergestellt werden. FOTO: L. Berns
Grevenbroich. Die Stadtverwaltung sollte schon jetzt an ein Jubiläum denken, das 2020 ins Haus steht: 25 Jahre Landesgartenschau in Grevenbroich. Daran erinnert die UWG/ABG-Fraktion in einem Antrag für die September-Sitzung des Rates. Gleichzeitig appelliert sie an Bürgermeister Klaus Krützen, frühzeitig für Sponsoren zu sorgen, damit dieser Anlass in drei Jahren gebührend gefeiert werden kann.

"Die Landesgartenschau hat Grevenbroich einen gewaltigen Ruck gegeben", sagt Ratsherr Hubert Rütten. "Schließlich wurde im Vorfeld des Großereignisses mit mehr als einer Million Besucher die gesamte Innenstadt auf den Kopf gestellt." Beispielhaft erinnert der Gustorfer an die beiden Unterführungen - den Elsbach- und den Schanzetunnel -, die Grevenbroich nach vielen Jahrzehnten endlich frei von Bahnschranken machten.

"Außerdem sind tolle Naherholungsgebiete entstanden, die es vorher in dieser Form nicht gab", betont Hubert Rütten. Gemeint sind etwa die Erft-Promenade, die Apfelwiese, die Spielspinne oder das Schneckenhaus-Gelände im Bend. "Ohne die Landesgartenschau würde es vieles, was heute in Grevenbroich selbstverständlich ist, nicht geben", meint Rütten.

Da vor allem jüngere oder neu hinzugezogene Bürger die Landesgartenschau nicht unmittelbar erlebt haben, regen UWG und ABG eine Dokumentation über die Zeit vor und nach der Großveranstaltung an. "Das würde sicherlich auch zur Identifikation mit der Stadt beitragen", sagt das Ratsmitglied. Einen Grundstock für eine solche Dokumentation gebe es schon, nämlich die Exponate einer Ausstellung, mit der Stadt und Sparkasse 2015 an die Landesgartenschau vor 20 Jahren erinnerten.

"Die Stadtverwaltung sollte sich jetzt schon Gedanken über die Aktivitäten zum Silberjubiläum machen", sagt Rütten. "Insbesondere sollte auch auf Sponsorensuche gegangen werden, damit mögliche anfallende Kosten nicht komplett aus dem Etat der Stadt aufgebracht werden müssen." Das Geld könne etwa auch dafür verwendet werden, um alte Gartenschau-Attraktionen wieder zu reaktivieren. Rütten denkt dabei an die farbenprächtigen Blumenfächer hinter der Villa Erckens, die 2014 aus Kostengründen gegen Bodendecker ausgetauscht wurden.

(wilp)
 
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