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Grevenbroich
Politiker wollen Neu-Kapellen optimieren

Grevenbroich: Politiker wollen Neu-Kapellen optimieren
Mehr Freizeitmöglichkeiten für etwas ältere Kinder im Baugebiet fordern etwa Nadine Simsek (M.) und Miroslaw Schröter, hier mit Tochter Selin. FOTO: A. tinter
Grevenbroich. Das Neubaugebiet in Kapellen ist fast fertig, doch Politiker und Eltern sehen noch Optimierungsbedarf. Der Grüngürtel solle unter Einbeziehung der Bewohner verschönert werden, fordert die SPD. Die Union regt einen BMX-Hügel an. Von Carsten Sommerfeld

Hunderte Familien mit Kindern leben im Neubaugebiet Kapellen, doch sowohl SPD als auch CDU sehen im Freizeitbereich dort Handlungsbedarf. Die SPD macht sich für eine Verschönerung des Grüngürtels zwischen den beiden Bauabschnitten stark. "Der Grünstreifen ist, so wie er heute ist, kein Naherholungsgebiet - das sollte ansehnlicher gestaltet werden", erklärt SPD-Ratsfrau Nadine Simsek, die mit ihren Kindern dort wohnt. Auch andere Familien sind unzufrieden, sie vermissen Spielmöglichkeiten für etwas ältere Kinder.

Im Sommer hatte es in Neu-Kapellen bereits Ärger und Kopfschütteln gegeben, als auf einem Platz Am Lerchensporn zwar Spielplatzschilder aufgestellt wurden, aber fast keine Spielgeräte. Die Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK) erklärte, dass es sich um einen Quartiersplatz als Treffmöglichkeit handele, Eltern forderten dagegen Spielgeräte.

Das ist nicht der einzige Kritikpunkt. Im Grüngürtel seien "kaum Sitzgelegenheiten eingerichtet, Papierkörbe sind nur in Spielplatznähe vorhanden", erklärt SPD-Fraktionschef Horst Gerbrand. "Um den Effekt einer Naherholung zu erzielen, muss das Gebiet ansehnlich und zweckmäßig sein."

Fünf und sieben Jahre sind die Jungen von Miroslaw Schröter, und wie der Vater fußballbegeistert. "Doch eine Möglichkeit zum Fußballspielen fehlt hier." Zwar gibt es auf dem Grünstreifen reichlich Wiese. "Doch die wird nur zwei Mal im Jahr gemäht, das Gras steht oft hoch", erklärt der 37 Jahre alte Vater und Fußballtrainer. "Ein Bolzplatz oder ein Platz für Volley- oder Basketball fehlt hier." Auch Simsek meint: "Das Areal sollte, wie jetzt gerade geschehen, öfter gemäht werden." Das sonst oft kniehohe Gras werde vor allem von Hundebesitzern genutzt, "die ihre Tiere dort laufen lassen. Auf einem anderen Grünstreifen haben Väter selbst gemäht - und wurden von der DSK kritisiert. Es hieß, das Gras solle so hoch sein, es handele sich ja um eine Wildwiese", so Simsek. Das Fazit der SPD-Politikerin: "Für kleine Kinder gibt es mehrere Plätze, aber für etwas ältere wenig. "Meiner Ansicht nach hat die DSK das Konzept nicht ausreichend durchdacht."

Auch die CDU hat sich Gedanken gemacht. Die Stadtverwaltung solle die Errichtung einer BMX-Anlage mit kleinen Hügeln im Grünzug prüfen, damit würden "Körperkoordination und Bewegung gefördert", erklärt Fraktionsvorsitzender Wolfgang Kaiser. Und neben dem großen Spielplatz solle eine regelmäßig gemähte Spielwiese entstehen. Nadine Simsek denkt bereits an die weitere Zukunft, "wenn die Kinder, die heute die Kita oder Grundschule besuchen, im Jugendalter sind - für sie fehlt hier ein Jugendtreff. Die Stadt sollte rechtzeitig über eine Lösung nachdenken." Die Verwaltung prüft nun die Fraktionsanträge. Und der Spielplatz am Lerchensporn, der keiner ist? Bürgermeisterin Ursula Kwasny gab den Eltern recht und erklärte, einen Sponsor für Sandkasten und zwei Spielgeräte gefunden zu haben. "Am Mittwoch gibt es dazu ein Gespräch."

Quelle: NGZ
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