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Grevenbroich
Poststraße: Grüne lehnen Einbahnstraße ab

Grevenbroich. Ratsherr Dieter Dorok erwartet zudem von der L 361n keine große Entlastung für die Ortsdurchfahrt.

In die Diskussion um die Wevelinghovener Ortsdurchfahrt schalten sich jetzt die Grünen ein. CDU-Ratsherr Dieter Dorok lehnt eine Einbahnstraße auf der Poststraße, wie sie der Wevelinghovener CDU-Vorsitzende Uwe Holl als Möglichkeit ins Gespräch gebracht hatte, ab. "Dann würde der Verkehr in der entgegengesetzten Richtung mehrere andere Straßen im Ort belasten", erklärt Dorok.

Anlass für die Diskussion sind die Bürgersteige auf der Post- und Oberstraße, Autos dürfen sie teilweise zum Parken nutzen - dadurch bleibt an manchen Stellen wenig Raum für Fußgänger. Darauf hatte Anfang des Jahres Behindertenbeauftragter Christoph Meyer hingewiesen. Eine Überlegung von ihm: Einige Autostellplätze an der Poststraße könnten entfallen. Die Stadt hat nun einen Ortstermin mit allen Beteiligten vorgeschlagen, um eine Lösung zu finden. Im Vorfeld betonte Uwe Holl (CDU), wie wichtig die Parkmöglichkeiten für die Händler vor Ort seien. Er sieht die Lösung im seit Jahren geforderten Lückenschluss der L 361 n. Dadurch würde Wevelinghoven entlastet. Danach sei es möglich, die Stellplätze auf die Straße zu verlegen und die Poststraße als Einbahnstraße zu gestalten.

Grünen-Politiker Dieter Dorok geht dagegen nicht davon aus, dass die L 361 n eine große Entlastung für die Ortsdurchfahrt bringen würde. "Bei der überwiegenden Zahl von Fahrzeugen handelt es sich nicht um Durchgangs-, sondern um Ziel- und Quellverkehr. Der würde auch nach dem Bau der L 361 n bestehen bleiben." Dürfte die Poststraße nur in einer Richtung befahren werden, "würden sich die Autofahrer andere Wege durch den Ort suchen", so Dorok. Zudem habe der Durchgangsverkehr etwa aus Richtung Kapellen bereits heute die Möglichkeit, über die Rhenaniastraße zur Umgehungsstraße von Wevelinghoven zu fahren. Dorok erhofft sich von einem Ortstermin Lösungsansätze. "Geprüft werden sollte etwa, ob Verkehrsschilder auf Bürgersteigen versetzt oder einzelne Stellplätze auf die andere Straßenseite verlegt werden können, um Platz zu schaffen."

(cso-)
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