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Grevenbroich
Probleme für Rolli-Fahrer in RB 38

Grevenbroich. Behindertenbeauftragter Meyer will die geplante Fahrzeuggeneration testen, Von Carsten Sommerfeld

Handlungsbedarf bei den Bahnhöfen sieht der Behindertenbeauftragte der Stadt, Christoph Meyer: Für einen barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen und beim Einsteigen. Meyer hat dabei auch den Dezember 2017 im Blick. Dann übernimmt das Unternehmen "Vias Rail" den Betrieb auf der Regionalbahn-Strecke 38 zwischen Düsseldorf und Bedburg, und dann sollen nagelneue Triebwagen in zwei Versionen des Typs LINT (Leichter innovativer Nahverkehrstriebwagen) zum Einsatz kommen. "Ich werde beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr - dem Auftraggeber - anfragen, ob ich bereits im Vorfeld ein Fahrzeug dieses Typs testen kann, um zu prüfen ob Rollstuhlfahrer und andere Menschen mit Handicap gut einsteigen können", kündigt Christoph Meyer an.

Doch es geht nicht nur um die Fahrzeuge, sondern auch um bauliche Anlagen. Ein Problem: Die Bahnsteige in den vier Bahnhöfen im Stadtgebiet sind unterschiedlich hoch, die Grevenbroicher Grünen fordern eine Vereinheitlichung. In Gustorf müssen Fahrgäste dort einen beträchtlichen Höhenunterschied überwinden. Ein Umbau war geplant, die Stadt konnte bislang aber den Eigenanteil (rund 150.000 Euro) nicht stemmen.

Laut Informationen des VRR im Internet ist an den vier Stationen in Grevenbroich lediglich in Kapellen und Grevenbroich ein barrierefreier Zugang zum Bahnsteig sowie ein Einstieg auch für Rollstuhlfahrer möglich. Behindertenbeauftragter Christoph Meyer hat dazu andere Erfahrungen. "Seitdem die DB auf der RB 38 andere Fahrzeuge einsetzt, können Rollstuhlfahrer am Grevenbroicher Bahnhof einsteigen, wenn die Aufzüge zu den Bahnsteigen nicht defekt sind." An den Bahnsteigen in Kapellen dagegen können laut Meyer "die Trittbretter zwischen Wagen und Bahnsteig nicht ausfahren. Rollstuhlfahrer könne dort ohne Hilfe nicht einsteigen, da die Kluft zu groß für die kleinen Lenkräder am Rollstuhl ist. Dort besteht die Gefahr, steckenzubleiben", so der Behindertenbeauftragte. Hilfe beim Einstieg durch Bahnbedienstete gebe es in kleinen Bahnhöfen nur, wenn die Fahrt angemeldet werde.

Seine Forderung: "Entweder sollten die Bahnsteige angeglichen werden, oder - kostengünstiger - die Fahrzeuge wie bei Regionalexpress-Zügen an einer Tür mit einer Rampe versehen werden, die Rollstuhlfahrern unabhängig von der Bahnsteighöhe den Einstieg ermöglicht."

Quelle: NGZ
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