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Grevenbroich
Projektgruppe im Rathaus soll Ausgliederung prüfen

Grevenbroich. Bis Ende des Jahres soll die Entscheidung über die Neustrukturierung der Wirtschaftsbetriebe Grevenbroich (WGV) stehen. Ziel sind Steuereinsparungen zur Haushaltskonsolidierung. Nur noch neun Monate sind bis dahin Zeit. Spätestens Anfang 2018 soll die neue Gesellschaft ihre Arbeit aufnehmen. Zu klären ist nicht nur die künftige Rechtsform - Bürgermeister Klaus Krützen tendiert zu einer Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR) - sondern auch die Frage, ob und welche Teile der Stadtverwaltung in eine neue Gesellschaft ausgegliedert werden sollen.

Dafür ist im Rathaus jetzt Grundlagenarbeit angesagt. Der Verwaltungschef hat einen Projektauftrag für "künftig extern zu erledigende Aufgaben" erteilt. Der Projektgruppe gehören unter anderem mehrere Fachbereichsleiter mit Ralf Müller vom Bürgermeisterbüro als Projektleiter an. Projektverantwortlicher ist der Bürgermeister. Das Team soll nun alle Aufgaben der Verwaltung mit der Frage analysieren, ob sie künftig von der neuen Gesellschaft übernommen werden können. "Belastbare Ergebnisse" sollen spätestens Ende Juni vorliegen - als Grundlage für die Entscheidungen der politischen Gremien.

"Ich hoffe auf eine objektive Betrachtung", erklärte dazu jetzt CDU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Kaiser. Der Projektgruppe würden aber "überwiegend" Verwaltungsmitarbeiter angehören, "die sich unter Bürgermeisterin Ursula Kwasny gegen ein ,Outsourcen' von Teilen der Verwaltung ausgesprochen haben. Ich bezweifele, dass sie in der knappen Zeit bis Ende Juni zu anderen Erkenntnissen kommen werden", sagt der Unionspolitiker. Die CDU-Fraktion hat sich für die Rechtsform AöR ausgesprochen - Kaiser: "Diese Lösung haben vier Gutachter und Wirtschaftsprüfer empfohlen". Und sie befürwortet auch die Auslagerung von Verwaltungsbereichen, etwa Grünflächen und Gebäudemanagement - in die neue Gesellschaft.

(cso-)
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