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Grevenbroich
Quecksilber: Grüne fordern Krützen zu Gespräch mit RWE auf

Grevenbroich. Die Grevenbroicher Grünen fordern Klaus Krützen zu einem Gespräch mit RWE Power auf. Der Bürgermeister soll sich bei dem Essener Energiekonzern dafür einsetzen, dass der Quecksilberausstoß an den heimischen Kraftwerken reduziert wird. "Wir sehen Handlungsbedarf", sagt Ratsherr Dieter Dorok mit Blick auf die jetzt veröffentlichte Studie des Hamburger Instituts für Politik und Ökologie. Demnach tragen die Braunkohle-Kraftwerke im Grevenbroicher Stadtgebiet einen Anteil von zehn Prozent am bundesweiten Quecksilberausstoß - mindestens 700 Kilogramm pro Jahr.

"Der Bürgermeister muss sich dafür einsetzen, damit der Konzern möglichst schnell wirksame Abscheidungstechniken installiert - im Interesse der Gesamtbevölkerung", betont Dieter Dorok. Der Kapellener will jetzt einen entsprechenden Antrag für die Ratssitzung am 28. Januar vorbereiten.

Wie berichtet, haben die Grünen im Kreistag den Konzern aufgefordert, freiwillig Quecksilber-Abscheidungstechniken an den Kraftwerken zu installieren, dabei soll auf eine Technik zurückgegriffen werden, die in Nordrhein-Westfalen entwickelt wurde. Das Thema wird in der nächsten Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses am 29. Februar thematisiert. Dazu will der Kreistagsabgeordnete Hans Christian Markert (MdL) als Vorsitzender des Gremiums auch Experten einladen.

Laut RWE Power werden die Quecksilber-Grenzwerte an den Kraftwerken eingehalten. Zudem führe der Konzern derzeit eigene Prüfungen zur Verbesserung der Quecksilberabscheidung im Zuge der Rauchgasreinigung durch. Ratsherr Dieter Dorok begrüßt dieses Engagement - er sagt aber auch: RWE sollte darlegen, wann mit einem Ergebnis dieser Forschungen zu rechnen ist."

Quecksilber kann bei Säuglingen und Kleinkindern zu Gehirnschäden führen. Zusätzlich kann das Schwermetall auch bei Erwachsenen krebserregend und nervenschädigend sein.

(wilp)
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