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Grevenbroich
Radständer am Bahnhof werden abgebaut

Grevenbroich: Radständer am Bahnhof werden abgebaut
FOTO: Hogekamp Lena
Grevenbroich. Sie sind Treff von Drogen- und Alkoholsüchtigen - und immer wieder ein Ärgernis. Doch jetzt sollen die Fahrradständer am Bahnhof entfernt werden, das hat der Bauausschuss beschlossen. Wann die Demontage erfolgt, ist noch offen. Von Wiljo Piel

Die umstrittenen Fahrradständer am Bahnhof sollen demontiert werden - und zwar schnell. Dafür hat sich jetzt der Bauausschuss ausgesprochen. Was unter "schnell" zu verstehen ist, bleibt aber vorerst offen. Einen Termin für die Demontage gibt es noch nicht.

Die 53 überdachten Ständer sorgen schon seit Jahren für Ärger. Anlieger beklagen, dass sie ein Treffpunkt für Süchtige seien, dass es dort häufig zu Schlägereien und Pöbeleien komme. "Die Ständer sind ein Ärgernis - sie müssen weg", hatte CDU-Fraktionschef Wolfgang Kaiser schon 2017 gefordert und eine Verlegung der Anlage in das Bahnhofs-Parkhaus vorgeschlagen. Doch das Thema wurde immer wieder vertagt - und auch im jüngsten Bauausschuss sah es zunächst danach aus, dass es erneut von der Tagesordnung verschwinden sollte.

Den Politikern lag neben dem Antrag der Union auch ein Vorschlag der Caritas vor, die ihre Radstation am Bahnhof erweitern und um eine Werkstatt ergänzen möchte. Zu dieser 300.000-Euro-Investition habe es in den vergangenen Tagen weitere Gespräche mit der Verwaltung gegeben, die aber noch nicht abschließend beurteilt werden können, sagte Beigeordneter Florian Herpel. Er bat daher um Zeit - das Gesamtpaket sollte dann in der nächsten Bauausschusssitzung wieder aufgerufen werden. Also auch der Abbau der Fahrradständer.

Wolfgang Kaiser drängte jedoch darauf, über die Demontage sofort abzustimmen. "Schließlich hängen die Ständer nicht mit dem Umbau der Radstation zusammen", sagte der Fraktionschef - und er wurde deutlich: "Es kann nicht sein, dass diese ,Never ending story' immer wieder vertagt wird." Bei dieser Gelegenheit bat Kaiser auch darum, über die von der CDU beantragten Fahrradbügel abzustimmen, die mehr Ordnung auf den Bahnhofsvorplatz bringen sollen. Dem folgte der Ausschuss.

Wann die alten Ständer abgebaut und die neuen Bügel errichtet werden, ist noch unklar. Florian Herpel will mit der Kämmerin erst klären, ob der Haushalt das für diese Maßnahme erforderliche Geld noch hergibt. Falls nicht, müsse das Projekt in den Etat 2019 aufgenommen werden. Es geht um knapp 4000 Euro. Dass sich der Ausschuss endlich zu einer Entscheidung durchgerungen hat, freute Manfred Jendrny, Sprecher der Bahnhofsanlieger. Gleichzeitig zeigte er sich auch enttäuscht. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Fahrradständer schon in Kürze abgebaut werden."

Zum Zeitplan gab es gestern keine Information aus dem Rathaus. Wolfgang Kaiser kündigte jedoch an, in dieser Sache "hart am Ball" bleiben zu wollen. "Wir werden darauf drängen, dass dieses Projekt zügig in Angriff genommen wird", sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende. "Und dafür nehmen wir auch den Bürgermeister in die Pflicht." Klaus Krützen hatte unlängst angekündigt, mit härteren Maßnahmen gegen die Probleme im Bahnhofsviertel angehen zu wollen.

Quelle: NGZ
 
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