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Grevenbroich
Radständer ins Parkhaus verlegen

Grevenbroich: Radständer ins Parkhaus verlegen
Die Fahrradständer am Bahnhof werden nur selten genutzt. FOTO: Jendrny
Grevenbroich. Anlieger unterbreiten Kommunalpolitikern einen Alternativ-Vorschlag. Von Wiljo Piel

Wenn es nach der Stadtverwaltung geht, sollen die umstrittenen 53 Fahrradständer an der Westseite des Bahnhofs mit einem Zaun und einer abschließbaren Tür versehen werden. Damit nur noch Berechtigte dort Zugang haben. Darüber werden morgen die Mitglieder des Bauausschusses beraten. Kurz vor der Sitzung haben Anlieger einen alternativen Vorschlag im Rathaus eingereicht.

Deren Forderung geht in eine völlig andere Richtung: Die Fahrradständer sollen demontiert und im Untergeschoss des nahe gelegenen Parkhauses wieder aufgebaut werden. "Und zwar in dem Bereich, der in der Nähe des Eingangs liegt und der wegen der dort stehenden Betonpfeiler nicht als Pkw-Parkfläche genutzt werden kann", schildert Manfred Jendrny. Dort sollten gleichzeitig die Beleuchtungskörper verbessert und die Parkhausdecken weiß angestrichen werden, um eine hellere Atmosphäre zu schaffen - "das würde die Akzeptanz durch Fahrradfahrer erhöhen". Diesen Vorschlag wollen er und andere Anlieger auch gegenüber den Entscheidungsträgern bei einem Ortstermin erläutern, der morgen um 18 Uhr vor Beginn der Bauausschusssitzung stattfindet.

Warum die 53 Fahrradständer von ihrem alten Platz weg sollen: "Sie sind ein täglicher Treffpunkt von Alkohol- und Drogenabhängigen, von denen wir extrem belästigt werden", schildert Jendrny. "Dort werden in hohem Maße Drogen verkauft und konsumiert. Außerdem werden Passanten immer wieder angepöbelt." Auch der Müll, der an den Fahrradständern und im Bienefelds Gässchen ständig herumliege, sei ein Ärgernis.

Wie die Fahrradständer genutzt werden, darüber haben die Anlieger in den vergangenen beiden Wochen fein säuberlich Buch geführt. Das Resultat: Die mittlere Belegung betrage 5,1 Räder pro Tag, inklusive der Schrott-Räder, die dort herumständen - "bei 53 Stellplätzen also noch nicht einmal zehn Prozent", sagt Jendrny. Anders sehe es an der Merkatorstraße, auf der Rückseite des Bahnhofs, aus: "Dort sind die Fahrradständer deutlich stärker, oftmals sogar überbelegt", schildern die Anlieger in ihrer Vorlage für die Kommunalpolitiker.

Und an dieser Stelle sollte die Stadt nach ihrer Meinung auch zusätzlich ansetzen: Die Anwohner schlagen vor, dem Beispiel der niederländischen Stadt Maastricht zu folgen, die doppelstöckige Fahrradständer angelegt hat. "Mit dieser Lösung könnte man die Zahl der konstant überbelegten Fahrradständer preiswert und ohne Bauaufwand mal eben verdoppeln", meint Manfred Jendrny.

Quelle: NGZ
 
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