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Grevenbroich
Rathaus gibt Millionenbetrag für Aufenthalte im Heim aus

Grevenbroich. Die Ausgaben für die "Hilfen zur Erziehung" steigen weiter. Ein Beispiel für eine Kostensteigerung ist die Heimunterbringung. Im Vorjahr gab das städtische Jugendamt für Heimaufenthalte von 86 Kindern und Jugendlichen rund 4,4 Millionen Euro aus - im Jahr 2012 schlugen 90 Fälle noch mit etwa 3,5 Millionen Euro zu Buche. "Heimunterbringung ist sehr teuer geworden", sagte Erster Beigeordneter Michael Heesch jetzt im Jugendhilfeausschuss.

Jugendamtsleiterin Birgit Schikora zeigte sich im Jugendhilfeausschuss generell zufrieden, sprach von einer "ineinander greifenden Präventionskette", die mit den "Frühen Hilfen" beginne. Gleichzeitig zeigte Fachdienstleiterin Karin Unverhau auf, dass an der Kostenschraube gedreht werden konnte, etwa bei der stationären Eingliederungshilfe für Minderjährige (Ersparnis in den vergangenen drei Jahren von rund 30 000 Euro), bei den Hilfen für junge Volljährige (gesunkene Ausgaben um 17 000 Euro) oder bei der Vollzeitpflege (Einsparungen in Höhe von 6000 Euro). In diesen Bereichen blieb die Zahl der Fälle nahezu unverändert. Grundsätzlich geht der Erste Beigeordneter Michael Hesech davon aus, dass die Stadt Grevenbroich in Zukunft noch mehr Geld für "Hilfen zur Erziehung" ausgeben muss. Als Beispiel nannte Heesch die Hilfen für Menschen mit psychischen Problemen: "Da werden wir von den Kosten nicht runterkommen."

Spielraum für Einsparungen sah Michael Heesch nicht. Was nach seiner Einschätzung aber helfen würde: "Wenn das Personal im Bereich Prävention von zurzeit einer halben auf eine ganze Stelle ausgebaut werden könnte."

(busch-)
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