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Grevenbroich
Rathaus zahlt zu viel bezahlte Kita-Beiträge zurück

Grevenbroich. Etwa 3000 Eltern aus dem Stadtgebiet können mit einer Rückzahlung von zu viel gezahlten Kindergarten-Beiträgen rechnen. Der Stadtrat hat sich jetzt dafür ausgesprochen, dass das Geld - das während der Kita-Streiks im Mai und Juni zu viel bezahlt wurde - zurückerstattet wird.

Die Stadtverwaltung wird das Geld aber erst dann überweisen, wenn Eltern einen formalen Antrag an das Rathaus gestellt haben. Darauf machte Schuldezernent Michael Heesch in der Ratssitzung aufmerksam. Wie und an wen ein solcher Antrag gestellt werden muss, das will die Stadt mit Aushängen an den "Schwarzen Brettern" in den Kindertagesstätten erläutern. "Darüber hinaus sind auch die Erzieherinnen in den Kitas gebeten worden, die Eltern mit den notwendigen Informationen zu versorgen", betonte Michael Heesch.

Während der langen bundesweiten Tarif-Auseinandersetzungen in der ersten Jahreshälfte war an vier Tagen auch in mehreren Grevenbroicher Kindertagesstätten gestreikt worden. Viele Eltern mussten ihren Nachwuchs in dieser Zeit in privater Initiative unterbringen. Obwohl sie Kita-Beiträge zahlten, erhielten sie an den Streiktagen dafür keine Leistung - und hatten auch noch Mehraufwand. "Die Stadt hat für die Streikenden in dieser Zeit kein Gehalt gezahlt, so dass wir von den betroffenen Eltern zu viele Beiträge abverlangt haben", erklärte Bürgermeister Klaus Krützen.

Bereits im Juni hatte der Stadtrat einstimmig die Rückerstattung - insgesamt handelt es sich um rund 11.000 Euro - beschlossen. Weil dafür unter anderem die Beitragssatzung der Stadt für die Kindertagesstätten angepasst werden musste, zog sich das Prozedere bis in den Dezember hinein. Die FDP hatte bereits Mitte August von der Grevenbroicher Verwaltung mehr Tempo bei der Rückzahlung der Elternbeiträge gefordert.

(wilp)
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