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Grevenbroich
Ratsfrau kritisiert Werbebanner vor dem Kreisständehaus

Grevenbroich. Ulrike Oberbach hadert wieder mit Hans-Jürgen Petrauschke. Denn die Plakate, die der Landrat vor dem Kreisständehaus in Grevenbroich aufgehängt hat, sind der Ratsfrau von "Mein Grevenbroich" ein Dorn im Auge. "Damit wird eines der schönsten Gebäude in unserer Innenstadt verschandelt", sagte die Kommunalpolitikern gestern mit einem Blick auf die am Zaun aufgehängten Banner.

Damit wirbt der Kreis zum einen für seine Ausbildungsplätze, zum anderen für sein großes Familienfest, das am 18. September auf dem Dycker Feld veranstaltet wird. Die großflächigen Plakate würden aber nicht nur die Sicht auf das Haus verdecken. Auch die Plastik des Künstlers Heinz Mack sei zum Teil nicht mehr zu sehen, moniert Kunstfreundin Oberbach. Gemeint ist die im Volksmund als "Fischgräte" bekannte Skulptur, die den offiziellen Namen "Formen des Wachstums" trägt. "Das ist das teuerste Kunstwerk, das in unserer Stadt steht", sagt die Ratsfrau. Ulrike Oberbach forderte den Landrat gestern dazu auf, die Plakate entfernen zu lassen und an anderer Stelle in der Stadt zu werben: "Es gibt ganz bestimmt geeignetere Plätze, als ausgerechnet das Ständehaus."

Oberbach hatte sich schon im vergangenen Jahr über die Banner beschwert - und hatte damit Erfolg gehabt. Auf die Frage unserer Redaktion, warum die Werbung erneut am Zaun aufgehängt wurde, gab es zunächst einmal keine Reaktion aus der Kreisverwaltung. Am Nachmittag wurde jedoch das größte der beiden Plakate abgehängt - "um die Sichtachse zu Ständehaus und Mack-Kunstwerk wieder zu öffnen", wie es hieß.

(wilp)
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