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Grevenbroich
Rock, Pop und Blues zur Nacht in der Grevenbroicher Innenstadt

Grevenbroich. Aus "Grevenbroich Live" ist die "Live Music Night" geworden. Was geblieben ist: die Absicht, mit Bands die Kneipen- und Gastroszene zu beleben. Robert Jordan vom Stadtmarketing kam denen, die alle Bands bei einem Rundgang erleben wollten, mit gestaffelten Anfangszeiten entgegen. Von Rudolf Barnholt

Der Verdacht, dass die Kneipenszene in Grevenbroich doch eher überschaubar geworden ist, drängte sich am Freitag auf: Unter den drei Locations befand sich mit dem Café Kultus ein Jugendzentrum und dem TuS-Heim die "Feierbude" eines großen Sportvereins. Und im "Op de Eck", der einzigen richtigen kommerziellen Kneipe unter den drei Veranstaltungsorten, kam die Musik von der Tonkonserve. Dabei war dort für 21 Uhr eine Überraschungsband angekündigt worden. Frank und Renate Brocker hatten aber einen Überraschungsanruf bekommen. "Das Duo Jim und Tony sollte bei uns auftreten. Es hatte am Montag abgesagt, einer der Beiden hatte sich eine Handverletzung zugezogen", erklärte die Wirtin. Die Gäste nahmen es gelassen. Immerhin konnte man problemlos miteinander kommunizieren - das war im TuS-Heim nicht so ohne Weiteres möglich: Dort drehte die Band "Tune up" mächtig auf, ihre Musik war von weitem zu hören. Die Coverband um Frontfrau und Sängerin Petra Roeder brachte die ganze Palette an Evergreens großer Rock- und Pop-Stars. Manfred Wosnitza, Hobby-Wirt und Kassenwart des TuS Grevenbroich, hatte schwer die Reklametrommel gerührt und war begeistert: "Man sieht den Bandmitgliedern an, dass sie Spaß an der Musik haben." Auch das Publikum, das nach und nach eintraf, ging begeistert mit.

Im Café Kultus quoll die Musik aus den Türen und Fenstern bis auf den Marktplatz. Ausgerechnet ein 68-Jähriger sorgte im Jugendzentrum schwer für Stimmung - Matthias Sommer hatte jetzt seinen dritten Auftritt mit "Dance on reloaded". "Außerdem feiere ich heute mein 50-Jahr-Bühnenjubiläum", verriet der Rentner. Mit seinen Mitstreitern - vier der fünf Bandmitglieder leben in Grevenbroich - hatte er ein gut dreistündiges Repertoire eingeübt. Dazu gehörten vereinzelt auch deutschsprachige Songs wie "Alex" von den Toten Hosen. In den Cocktailsesseln und unter nostalgischen Stehlampen saßen viele ältere Semester.

Am Samstag standen Musiker an zwei weiteren Veranstaltungsorten auf dem Programm: Im Bistro "RichArt's" Blues-Musiker Georg Kasper, in der Kneipe "Hansa" die Gruppe "Buzz Bravo".

Quelle: NGZ
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