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Grevenbroich
Rotes Kreuz zieht in neue Unterkunft

Grevenbroich: Rotes Kreuz zieht in neue Unterkunft
Gina Penz, Vorsitzende des Ortsvereins, Grevenbroich, im künftigen Seminarraum der neuen Rot-Kreuz-Unterkunft. FOTO: Andreas Woitschützke
Grevenbroich. Mehr als zwei Jahre war der Ortsverein Grevenbroich ohne Domizil, im März sollen die neuen Räume in der Südstadt eröffnet werden. Von Carsten Sommerfeld

Das Materiallager ist eingeräumt, und der Seminarraum im Erdgeschoss ist frisch gestrichen - mit roten Kreuzen an der Wand. Mehr als zwei Jahre lang war der Ortsverein Grevenbroich des Deutschen Roten Kreuzes "heimatlos", nun haben die rund 150 Aktiven um Vorsitzende Gina Penz eine neue Bleibe. Zurzeit wird die frühere Hausmeisterwohnung neben der St.-Joseph-Grundschule an der Erftwerkstraße in der Südstadt für die neue Nutzung hergerichtet. Im März sollen die Räumlichkeiten eröffnet werden.

"Wir freuen uns über die neuen Räume", erklärt Gina Penz. "Sie ermöglichen es uns, alte Angebote wiederzubeleben und Neues zu schaffen", sagt die 26-Jährige, die seit März 2017 den Vorsitz inne hat. Im Herbst 2015 musste der Ortsverein die bis dahin genutzte alte Schule in Noithausen verlassen - das Gebäude stand auf der Verkaufsliste, um den städtischen Haushalt zu sanieren. Für die Rot-Kreuzler hatte das gravierende Folgen.

"Unsere Bereitschaft konnte sich beim Kreisverband am Flutgraben treffen. Doch zwei unserer vier Rot-Kreuz-Gruppen lösten sich auf - und unseren offenen Treff für Kinder und Jugendliche bis 15 Jahren mussten wir ,einstampfen'", berichtet Gina Penz. "Und unser Material konnten wir nicht ordnungsgemäß lagern, wir mussten verstärkt neu kaufen."

Der Ortsverein ging auf Raumsuche. Schließlich "wurden wir auf deses frühere Hausmeisterhaus an der Grundschule aufmerksam und sprachen die Stadt an", berichtet Gina Penz. Im Sommer wurde der Mietvertrag geschlossen, in den vergangen Wochen und Monaten wurde umgebaut. Dabei engagiert haben sich unter anderem das Jugend-Rotkreuz und die Bereitschaft, "die vor allem werden die Räume auch nutzen". Neben dem Seminarraum - das Mobiliar wird der Ortsverein vom Kreisverband übernehmen - und dem Lager mit Notfall-Rucksäcken und Verbandsmaterial sind ein Büro und ein Übungsleiterraum entstanden, nun wird noch eine Küche beschafft. Künftig soll es im Haus auch eine wöchentlich besetzte Geschäftsstelle geben, in die beispielsweise die 735 Mitglieder mit Fragen kommen können.

Gina Penz und ihr Team haben auch sonst viel vor in der neuen Unterkunft. Den offenen Treff für Kinder und Jugendliche bis 15 Jahren - so mancher Besucher wechselte früher bereits zum Jugendrotkreuz - soll es wieder geben, das gleiche gilt für das Geburtstagsplanungsprojekt "Celebrations", das ebenfalls pausiert hatte. "Unsere Gruppenleiter organisieren dabei mit Kindern eine Geburtstagsparty." Vorrangig gedacht sei das Projekt für Familien mit wenig Geld. "Wir wollen, dass alle Kinder ihren Geburtstag feiern können." Zudem geplant ist die Gründung einer zweiten Gruppe für die Wohlfahrts- und Sozialarbeit. "Die neue Gruppe soll die bestehende unterstützen, die viel zu tun hat. Sie betreut beispielsweise rund 20 Blutspendetermine in diesem Jahr, versorgt die Spender", erzählt Gina Penz. Auch die Kleiderkammer des Ortsvereins und die Betreuung von Senioren sind Aufgaben der Sozialgruppe.

Die alte Schule in Noithausen ist übrigens immer noch nicht verkauft, laut Stadtverwaltung gibt es aber einen Interessenten

Quelle: NGZ
 
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